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FAKTEN-CHECK: Terror in Spanien: Was wir wissen - und was nicht

Zwei Anschläge innerhalb weniger Stunden erschüttern Spanien. 14 Menschen sterben, mehr als 100 werden verletzt. Die Polizei hat bisher vier Verdächtige festgenommen. Lesen Sie hier, was bisher bekannt ist - und was nicht.
Vor dem Liceu Theater in Barcelona legen Passanten Blumen und Kerzen für die Opfer nieder. (Bild: QUIQUE GARCIA (EPA))

Vor dem Liceu Theater in Barcelona legen Passanten Blumen und Kerzen für die Opfer nieder. (Bild: QUIQUE GARCIA (EPA))

Was wir wissen:

  • Die Tat in Barcelona: Gegen 17 Uhr fährt am Donnerstagnachmittag ein Lieferwagen mit hoher Geschwindigkeit auf den Boulevard Las Ramblas. In der Mitte dieser Strasse ist ein breiter Flanierbereich für Fussgänger, dort rast der Transporter den Berichten zufolge im Zickzack in die Menschengruppen hinein. Nach Angaben der Zeitung «El Periódico de Catalunya» legt der Fahrer auf den Las Ramblas gut 550 Meter zurück. Am Pla de l'Os bleibt der Van stehen, mitten auf einem bekannten Mosaik von Joan Miró. Der Fahrer flüchtet zu Fuss.

  • Polizeieinsatz in Cambrils: Im Badeort rund 100 Kilometer südwestlich von Barcelona erschossen die Einsatzkräfte in der Nacht zu Freitag fünf mutmassliche Terroristen. Nach Medienangaben waren die Männer in einem Wagen von der Polizei kontrolliert worden. Sie seien davongerast und hätten auf der Flucht noch Passanten angefahren. Sieben Menschen wurden verletzt, berichtete der katalanische Zivilschutz auf Twitter. Bei Sprengstoffgürteln der Verdächtigen handelte es sich der Polizei zufolge um Attrappen.

  • Der Vorfall in Alcanar: In der Ortschaft in der Provinz Tarragona kam bereits am Mittwoch bei der Explosion in einem Wohnhaus ein Mensch ums Leben, sieben weitere wurden verletzt. Dies erklärte der katalanische Polizeichef Josep Lluís Trapero. Es gebe «klare» Verbindungen zu dem Anschlag in Barcelona. Nach Informationen der Zeitung «El País» sollen dort etwa 20 Gasflaschen gelagert worden sein. Im Wohnhaus in der Ortschaft mit knapp 10'000 Einwohnern sei der Anschlag von Barcelona vermutlich vorbereitet worden, berichtete das Blatt unter Berufung auf die katalanische Polizei.

  • Nach wem fahndet die Polizei: Die Polizei fahndete am Freitagmorgen laut «El Mundo» nach dem 17-jährigen Moussa Oukabir, dem jüngeren Bruder des bereits am Donnerstag inhaftierten Driss Oukabir. Der Verdächtige soll nach der Todesfahrt zu Fuss geflüchtet sein.

  • Die Zahl der Opfer: 13 Menschen wurden in Barcelona getötet, eine Frau erlag in Cambrils ihren Verletzungen. Etwa 100 Menschen wurden verletzt. Die Verletzten werden in rund 15 Spitälern behandelt. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte am Freitagvormittag keine Kenntnisse über Tote oder Verletzte mit Schweizer Staatsbürgerschaft. Die Ermittlungen sind noch im Gange.

  • Festnahmen: Die katalanische Polizei hat bisher drei Marokkaner und einen Anwohner aus der Nordafrika-Exklave Melilla festgenommen. Der Hauptverdächtige, der mit dem Lieferwagen auf die Ramblas fuhr, sei nicht darunter, teilte Polizeichef Josep Lluís Trapero am Freitag auf einer Pressekonferenz mit. Die vier Festgenommenen seien 21, 27,34 und 38 Jahre alt.

  • Selbstbezichtigung: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert laut ihrem Propagandamedium Amak den Anschlag für sich. Von den Behörden in Spanien gab es dazu zunächst keine Äusserungen.
Ein bewaffneter Polizist auf den Strassen des Ortes Cambrils. (Bild: EMILIO MORENATTI (AP))
Hier wurden die Terroristen erschossen. Ein Gemeindemitarbeiter von Cambrils reinigt die Strasse. (Bild: EMILIO MORENATTI (AP))
Trauer in Barcelona. (Bild: QUIQUE GARCIA (EPA))
Situation a day after a van attack in Barcelona (Bild: QUIQUE GARCIA (EPA))
Heightened security a day after a van attack in Barcelona (Bild: Keystone)
Heightened security a day after a van attack in Barcelona (Bild: Keystone/EPA/QUIQUE GARCIA)
SPAIN BARCELONA PEDESTRIANS HIT (Bild: Keystone/AP Photo/Manu Fernandez)
SPAIN BARCELONA PEDESTRIANS HIT (Bild: Keystone/AP Photo/Manu Fernandez)
SPAIN BARCELONA PEDESTRIANS HIT (Bild: Keystone/AP Photo/Manu Fernandez)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone/EPA/Andreu Dalmau)
Van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone/EPA/Quique García)
Police shoot dead four terrorism suspects after vehicle attack in Cambrils (Bild: Keystone/EPA/JAUME SELLART)
SPAIN BARCELONA PEDESTRIANS HIT (Bild: Keystone/AP Photo/Manu Fernandez)
SPAIN BARCELONA PEDESTRIANS HIT (Bild: Keystone/AP Photo/Manu Fernandez)
SPAIN BARCELONA PEDESTRIANS HIT (Bild: Keystone/AP Photo/Manu Fernandez)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona (Bild: Keystone)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
Spain Barcelona Pedestrians Hit (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
A van crashes into pedestrians in Barcelona (Bild: Keystone)
46 Bilder

Tote bei Terror in Barcelona


Was wir nicht wissen:

  • Gab es womöglich mehrere Täter? Es war am Abend unklar, wie viele Menschen in dem Lieferwagen gesessen haben. Der Fahrer soll ein Mann von etwa 1,70 Meter Grösse sein und ein weisses Hemd mit blauen Streifen getragen haben, wie die Zeitung «El Periódico de Catalunya» berichtete. Schwer bewaffnete Einsatzkräfte suchten nach dem Flüchtigen in der Umgebung. «El País» zufolge war der Fahrer am Freitag noch immer auf der Flucht. Ob der oder die Täter bewaffnet waren, blieb am Abend ebenfalls unklar.

  • Das Motiv: Die spanische Polizei spricht von einem Terroranschlag. Die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group berichtete, dass Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in sozialen Netzwerken den Anschlag in Barcelona ähnlich feierten wie seinerzeit die Attacke in Manchester.

  • Gab es eine Terrorzelle? Die Attentäter von Barcelona und Cambrils gehörten möglicherweise einer einzigen Terrorzelle an, berichtete «El País» am Freitag unter Berufung auf Anti-Terror-Experten. Den Angaben zufolge soll sich die Zelle aus zwölf Personen zusammengesetzt haben. (sda)

Lesen Sie hier unseren Ticker zu den Ereignissen in Spanien nach:

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