Mexiko

Ex-Trump-Berater Bannon sieht sich als Opfer politischer Verfolgung

Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, sieht sich wegen seiner zeitweisen Festnahme und Betrugsvorwürfen als Opfer politischer Verfolgung. Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft ziele nur darauf ab, die Unterstützer der Mauer an der Grenze zu Mexiko auszubremsen und einzuschüchtern, sagte Bannon am Freitag in seinem Podcast. Es handle sich um "politischen Mord". Er werde jedoch weiter für seine Überzeugungen kämpfen. "Ich werde keinen Zentimeter zurückweichen."

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Steve Bannon (M), ehemaliger Chefstratege von US-Präsident Trump, verlässt das Gericht. Bannon hat sich nach seiner Festnahme wegen Betrugsverdachts für nicht schuldig erklärt. Foto: Craig Ruttle/AP/dpa

Steve Bannon (M), ehemaliger Chefstratege von US-Präsident Trump, verlässt das Gericht. Bannon hat sich nach seiner Festnahme wegen Betrugsverdachts für nicht schuldig erklärt. Foto: Craig Ruttle/AP/dpa

Keystone/AP/Craig Ruttle

Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Bannon und drei weiteren Beschuldigten vor, Geld aus einer Online-Spendenaktion für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko abgezweigt zu haben. Die gemeinnützige Organisation namens "We Build the Wall" ("Wir bauen die Mauer") habe mehr als 25 Millionen Dollar von "Hunderttausenden" Spendern eingesammelt. Bannon plädierte am Donnerstag auf nicht schuldig und wurde gegen Kaution freigelassen.

Bannon gehört zu den einflussreichsten Stimmen im ultra-konservativen Lager der US-Politik. Der Mitgründer der Internetplattform "Breitbart" war 2016 zu Trumps Team gestossen und übernahm die Leitung des Wahlkampfs. Ihm wird ein massgeblicher Anteil am damals eher überraschenden Einzug des Immobilienunternehmers ins Weisse Haus zugeschrieben. Nach Trumps Sieg wurde Bannon Trumps Chefstratege, musste aber im Sommer 2017 seinen Hut nehmen. Der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko war eines der wichtigsten Wahlversprechen Trumps.