EU uneinig über Grenzkontrollen

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Schengen Die EU-Innenminister haben ein erstes Mal über eine Verlängerung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum gesprochen. Die Diskussion sei «ziemlich kontrovers» verlaufen, sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga gestern in Luxemburg. Ein Entscheid wurde nicht gefällt. Während der Flüchtlingskrise im Sommer und im Herbst 2015 hatten einige Länder wieder Grenzkontrollen zu anderen EU-Ländern eingeführt. Diese laufen aber nun am 11. November definitiv aus. Einige Staaten fordern, die Grenzkontrollen neu von zwei auf vier Jahre zu verlängern.

Neben Schengen haben sich die EU-Innenminister mit dem Neuansiedlungsprogramm von 50000 Flüchtlingen innerhalb von zwei Jahren aus Ländern wie Libyen, Niger oder Sudan befasst. Gemäss der EU-Kommission gab es von den EU-Staaten bisher Zusagen für die Aufnahme von rund 25000 Flüchtlingen. EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos gab sich nach dem Treffen gestern zuversichtlich, dass die angestrebten 50000 Plätze bis Ende Oktober erreicht werden. (sda)