WHO

EU-Kommissionschefin drängt USA zum Bleiben in der WHO

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, den angekündigten Bruch mit der Weltgesundheitsorganisation WHO zu überdenken. Im Kampf gegen das Coronavirus helfe nur globale Zusammenarbeit und Solidarität.

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EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat US-Präsident Trump aufgefordert, den angekündigten Bruch mit der Weltgesundheitsorganisation WHO zu überdenken. (Archivbild)

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat US-Präsident Trump aufgefordert, den angekündigten Bruch mit der Weltgesundheitsorganisation WHO zu überdenken. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/Olivier Hoslet

Das erklärte von der Leyen am Samstag gemeinsam mit dem EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell.

"Die WHO muss weiter in der Lage sein, die internationale Reaktion auf jetzige und künftige Pandemien anzuführen", heisst es in einer gemeinsamen Erklärung. Dafür nötig sei die Teilnahme und Unterstützung aller. "Alles, was internationale Ergebnisse schwächt, muss vermieden werden. In diesem Kontext drängen wir die USA, ihre angekündigte Entscheidung zu überdenken."

Trump hatte am Freitag den Abbruch der Beziehungen seines Landes zur WHO verkündet, einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Unklar ist, ob Trump dies sofort und eigenhändig durchsetzen kann. Er wirft der WHO vor, unter der Kontrolle Chinas zu stehen und auf die Corona-Pandemie falsch reagiert zu haben.

Von der Leyen und Borrell schrieben, die Europäische Union unterstütze die WHO weiter im Kampf gegen die Pandemie und habe bereits zusätzliches Geld zugesagt. Am 19. Mai hätten alle WHO-Mitgliedsstaaten (an der WHO-Jahresversammlung) beschlossen, so bald wie möglich eine unparteiische, unabhängige und umfassende Bewertung einzuleiten und die Lehren aus der internationalen Reaktion auf das Coronavirus zu ziehen. Dies sei nötig, um den Gesundheitsschutz zu stärken.