EU fördert Handel mit palästinensischen Gebieten

Die EU öffnet ihren Markt für alle landwirtschaftlichen Produkte, Fische und Meeresfrüchte aus den palästinensischen Gebieten. EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton unterzeichnete am Mittwoch ein entsprechendes Abkommen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fajad.

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Catherine Ashton und Salam Fajad in Brüssel

Catherine Ashton und Salam Fajad in Brüssel

Keystone

Damit erhalten Produkte aus Westjordanland und Gazastreifen ab sofort einen zollfreien Zugang in die EU mit ihren 500 Millionen Konsumenten. Das Abkommen ist zunächst auf zehn Jahre befristet, kann dann aber verlängert werden.

"Die Förderung des Handels ist ein Kernelement auf dem Weg zu einem palästinensischen Staat", sagte Ashton nach einem Treffen mit Fajad in Brüssel. Zuvor hatte die EU bereits ihren Markt für Industriegüter aus den palästinensischen Gebieten geöffnet.

Die Autonomiebehörde ist einer der kleinsten Handelspartner der EU. 2009 wurden Waren im Volumen von 56,6 Millionen Euro ausgetauscht - allerdings fast nur in eine Richtung: Die Exporte der EU beliefen sich auf 50,5 Millionen Euro, die Importe beschränkten sich auf Produkte im Wert von 6,1 Millionen Euro. Das Abkommen vom Mittwoch soll das ändern.