Ermittlungen laufen auf Hochtouren

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Russland-Affäre Sonderermittler Robert Mueller hat in den strafrechtlichen Ermittlungen um die russischen Versuche, sich in den Wahlkampf 2016 einzumischen, eine Grand Jury eingesetzt, wie amerikanische Medien berichteten. Demnach nahm das Gremium seine Arbeit in Washington bereits vor einigen Wochen auf.

Eine Grand Jury setzt sich auf bundesstaatlicher Ebene aus 16 bis 23 Mitgliedern zusammen; die Aufgabe der Geschworenen ist es, nach der Präsentation von Dokumenten und Zeugenaus­sagen über eine Anklageerhebung gegen einzelne Personen zu entscheiden. Weil es allfälligen Verdächtigten nicht erlaubt ist, sich an den Sitzungen der Grand Jury durch Rechtsanwälte vertreten zu lassen, enden die Beratungen der Geschworenen häufig mit einem «Indictment», einer Anklageerhebung, auf die anschliessend ein öffentlicher Gerichtsprozess folgt.

Mueller versucht unter anderem herauszufinden, ob russische Regierungskreise im vorigen Jahr auf die Hilfe von Mitarbeitern im Wahlkampfteam von Donald Trump zählen konnten. Der Präsident bezeichnet die Ermittlungen als eine Hexenjagd. (rrw)