Einigung auf Waffenruhe

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Syrienkrieg Russlands Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben sich auf einen Waffenstillstand für den Südwesten Syriens verständigt. Die Waffenruhe, an der auch Jordanien beteiligt sei, solle morgen beginnen, sagte US-Aussenminister Rex Tillerson nach dem gestrigen Treffen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg.

Das erste persönliche Treffen zwischen Trump und Putin war mit Spannung erwartet worden – und dauerte mit rund 140 Minuten deutlich länger als erwartet. Nach Angaben von Tillerson stritt Putin jegliche Einmischung seines Landes in den US-Wahlkampf ab. Trump habe ihn mehrmals darauf angesprochen. Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist derzeit stark angespannt. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, sich um eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland bemühen zu wollen, zuletzt jedoch einen zunehmend scharfen Ton gegenüber Moskau angeschlagen. Bei seinem Treffen mit Polens Präsidenten Andrzej Duda am Donnerstag warf Trump Russland «destabilisierendes Verhalten» vor.

Vor dem Treffen mit Putin war Trump im Hamburger Hotel Atlantic auf Gastgeberin Angela Merkel getroffen. Ein deutscher Regierungssprecher erklärte, in dem Gespräch sei es um «aussenpolitische Brennpunkte» wie den Konflikt mit Nordkorea und den Krieg in der Ostukraine gegangen. Zudem hätten sich die deutsche Kanzlerin und der US-Präsident über die Themen der G20-Agenda ausgetauscht. Als zentrale Themen des Gipfels gelten der Klimawandel und der Freihandel, die wichtigsten Gesprächsrunden finden heute statt. Bei den ersten Gesprächen über die Handelspolitik zeichnete sich bereits gestern eine schwierige Kompromissfindung ab.

Mit Blick auf den derzeitigen Isolationskurs der US-Regierung sagte Merkel gestern: ««Hier sind die Diskussionen sehr schwierig.» (sda/red)