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Ein Mini-Jetlag für ein paar Tage

Bruno Knellwolf

Wer Zeitzonen in Windeseile hinter sich lässt, den Atlantik überquert, kennt das: den Jetlag. Zurück aus Amerika, reklamiert die innere Uhr in unserem Körper und kommt in Unruhe. Der Melatonin-Spiegel gerät aus den Fugen. Das Schlafhormon, das unseren Wach-Schlaf-Rhythmus regelt, arbeitet nicht mehr richtig und wir können uns während Tagen kaum mehr erholen. Der Jetlag geht nach einigen Tagen vorbei, der Rhythmus stellt sich wieder ein.

Beim Reisen lösen Zeitumstellungen von sieben bis acht Stunden einen Jetlag aus, die Stunde aus London merkt man kaum. Um eine Stunde geht es auch, wenn von Sommer- auf Winterzeit umgestellt wird. «Auch eine Stunde Zeitverschiebung kann zu einem Mini-Jetlag führen», sagt Reto Huber, Schlafforscher am Uni-Kinderspital Zürich. Nicht nur beim Menschen, auch beim Tier. «Diesen Mini-Jetlag spüren insbesondere Menschen, die einen sehr regelmässigen Schlaf-Wach-Rhythmus haben», erklärt der Schlafforscher. Menschen mit immer gleichen Bett- und Aufstehzeiten also. Diese bekämen dann Einschlafschwierigkeiten und hätten auch mit einem Wecker Mühe aufzuwachen. Gemäss der «National Sleep Foundation» kann diese eine Stunde beeinflussen, wie man sich am Tage fühlt wie auch die Reaktionszeit beim Autofahren. Insbesondere bei der Zeitumstellung im Frühling. Dann würde es helfen, in den ersten Tagen 15 oder 20 Minuten früher zu Bett zu gehen. Wie lange der Körper braucht, um sich umzustellen, sei individuell sehr unterschiedlich, sagt Huber. In der Regel einige Tage. Dann funktioniert der Körper wieder normal und der Geist freut sich über die langen, hellen Abende in der Sommerzeit.

Bei der Einführung der Sommerzeit 1980 stand nicht das Vergnügen nach Feierabend, sondern das Energiesparen im Vordergrund, weil das Tageslicht dann besser genutzt werde. Die Einsparung wird aber als marginal eingeschätzt.

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