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Kommentar

Brexit: Ein Kreis schliesst sich

Mit dem Sondertreffen in Brüssel ermöglichen die EU-Staats- und ­Regierungschefs Theresa May einen Abschied in Würde. Immerhin hatte auch Vorgänger David Cameron seinen Brexit-Gipfel erhalten.
Remo Hess, Brüssel
Remo Hess

Remo Hess

Theresa May hat es geschafft:Nach 19 Monaten Verhandlungskrieg mit der Europäischen Union hat die britische Premierministerin ihren Brexit-Deal in der Tasche. Mit dem gestrigen Sondertreffen in Brüssel ermöglichen ihr die EU-Staats- und ­Regierungschefs einen Abschied in Würde. Immerhin hatte auch Vorgänger David Cameron seinen Brexit-Gipfel erhalten. Ein Kreis schliesst sich somit.

Ist es ein guter Deal, den May da ausgehandelt hat? Natürlich nicht. Das Vereinigte Königreich wird während Jahren Passivmitglied der EU bleiben. Es wird EU-Regeln übernehmen und weiterhin ins Budget einzahlen müssen, ohne mitreden zu dürfen. «Die Kontrolle zurückholen», wie es die Brexiteers versprochen haben, sieht anders aus.

Aber der Brexit war auch von Anfang an ein irrsinniges Unterfangen. Die Briten haben sich entschieden, ein während Jahrzehnten gewachsenes Beziehungsgeflecht mit der EU leichtfertig zu zerschlagen. Und das wegen ein paar tausend polnischer Einwanderer und einem sentimental überhöhten Verständnis nationaler Souveränität.

Am Schluss dieses Projekts wird das Vereinigte Königreich ärmer sein und weniger Gewicht in der Welt haben. Der Brexit ist ein grosser Akt der Selbstverletzung. Auch auf der anderen Seite des Ärmelkanals wird es bloss Verlierer geben. Die EU verliert nicht nur zum ersten Mal ein Mitglied überhaupt, sondern eines, das so viel wirtschaft­liches Gewicht auf die Waage bringt wie die 19 kleinsten EU-Staaten zusammen.

Soft Brexit? Hard Brexit? Unter den EU-Staaten grassiert die «Brexit Fatigue». Alle wollen, dass es einfach vorbei ist. Einen besseren Deal als den aktuellen wird es nicht geben. Jetzt liegt die Entscheidung beim britischen Parlament. Und auch die Verantwortung.

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