«Ein guter Deal»

WASHINGTON. US-Präsident Barack Obama hat das erzielte Rahmenabkommen mit Iran als «historischen Durchbruch» gefeiert. Seine Kritiker im Kongress sind auffällig zurückhaltend. Selbst dem «Maschinengewehr» im US-Senat, John McCain, verschlug es für Stunden die Sprache.

Thomas Spang
Merken
Drucken
Teilen

WASHINGTON. US-Präsident Barack Obama hat das erzielte Rahmenabkommen mit Iran als «historischen Durchbruch» gefeiert. Seine Kritiker im Kongress sind auffällig zurückhaltend. Selbst dem «Maschinengewehr» im US-Senat, John McCain, verschlug es für Stunden die Sprache. Der Republikaner veröffentlichte schliesslich eine Erklärung zu den ausgehandelten Eckpunkten, die für seine Verhältnisse milde ausfiel. Er freue sich «auf ein ausführliches Briefing der Regierung» meint der Falke, der im Präsidentschafts-Wahlkampf 2008 als Kandidat zu einer Melodie der Beach Boys noch «Bomb, bomb, bomb, bomb, bomb Iran» intoniert hatte.

Der von McCain aufgeworfene Fragenkatalog reflektiert zum Teil die offenen Details, die in den kommenden drei Monaten gelöst werden müssen, bevor die P5+1 Mächte und Iran ein substanzielles Abkommen formal beschliessen können.

Präsident Obama ist der letzte der bestreitet, dass es noch schwierige offene Fragen gibt. «Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist,» betonte der Präsident am Donnerstag im Rosengarten des Weissen Hauses. Obama sprach von einer «historischen Übereinkunft», die nach jahrelangen Verhandlungen und einem achttägigen Schlussspurt in Lausanne erreicht worden sei. Es sei «ein guter Deal» herausgekommen. Er verbaue Iran jeden Weg zur Atombombe. Und er umfasse das entschiedenste Überwachungsregime, das jemals «bei einem Nuklearprogramm verhandelt wurde».