Die Ölpest im Golf von Mexiko 2010

Durch die Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon wurde am 20. April 2010 eine Ölpest im Golf von Mexiko ausgelöst, eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art. Die bis zum 16.

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Durch die Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon wurde am 20. April 2010 eine Ölpest im Golf von Mexiko ausgelöst, eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art. Die bis zum 16. Juli 2010 aus dem Bohrloch im Macondo-Ölfeld in den Golf von Mexiko ausgetretene Ölmenge wird auf 500 000 bis eine Million Tonnen geschätzt. Über die Menge des nach Verschliessen des Lecks im Meer noch vorhandenen Öls gibt es unterschiedliche Auffassungen. Laut der zuständigen US-Behörde für Ozeanographie (NOAA) sind im September 2010 schon 74 Prozent des Öls abgebrannt, abgesaugt oder biologisch abgebaut worden. Forscher der University of Georgia sind zu einem gegenteiligen Ergebnis gekommen: demnach seien 80 Prozent des ausgelaufenen Öls noch im Meer vorhanden, ein grosser Teil sei durch die Ausbringung der Chemikalie Corexit lediglich unter die Meeresoberfläche gedrückt worden und bedrohe dort das Plankton und damit die gesamte marine Nahrungskette. In den Marschen sei Öl noch zu sehen und ein grosses Problem sei die Erosion, sagen Einwohner (siehe Bericht). BP hat für die Aufräumarbeiten bisher rund 13 Milliarden Dollar ausgegeben. Der Einsatz der Mitt Darüber hinaus zahlte der Konzern auf Drängen von Präsident Barack Obama 20 Milliarden Dollar in einen Entschädigungsfonds. (red.)