Die Familie – einer der Trümpfe Trumps

First Family «Das beste an Donald Trump sind seine Kinder», war in Diskussionen beim US-Wahlkampf zu hören. Gegner dürften es abschätzig gemeint haben – er selber sieht seine Familie dagegen als grosses Plus. Nun, da der Vater US-Präsident geworden ist, steht seine Familie endgültig im Rampenlicht.

Thorsten Fischer
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First Family «Das beste an Donald Trump sind seine Kinder», war in Diskussionen beim US-Wahlkampf zu hören. Gegner dürften es abschätzig gemeint haben – er selber sieht seine Familie dagegen als grosses Plus. Nun, da der Vater US-Präsident geworden ist, steht seine Familie endgültig im Rampenlicht.

Allerdings sind gerade die Trumps erfahren darin, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Bereits im Wahlkampf waren sie sehr präsent. Etwa wenn es darum ging, Vorwürfe an den Präsidentschaftskandidaten aus persönlicher Optik zu kontern. Häufige Auftritte hatten seine Frau Melania, die neue First Lady, und Tochter Ivanka Trump (35), die aus der ersten Ehe mit dem tschechischen Model Ivana Trump stammt. Insgesamt hat Donald Trump fünf Kinder – vier Erwachsene und einen zehnjährigen Sohn.

Am bekanntesten ist nach wie vor Ivanka Trump. Auch Filmemacher Michael Moore hält Trumps Tochter Ivanka für «eine intelligente, geerdete Frau», wie er kürzlich in einem offenen Brief schrieb. Verbunden allerdings mit der Bitte, sie möge ihren Vater zum Rückzug der Kandidatur bewegen. Bei der jüngeren Generation ist Ivanka präsenter als ihr Vater. Wer glaubt, das liege einfach an ihrem Lifestyle-Blog im Internet, trifft es nicht ganz. Ivanka Trump schloss 2004 den Bachelor mit Magna cum Laude in Wirtschaft ab und zählt zu den Young Global Leaders. Ein zukunftsorientiertes Netzwerk von Klaus Schwab, dem Gründer des Weltwirtschaftsforums WEF.

Zweifellos hatte sie als Mitglied der Trump-Familie eine gute Startbahn fürs Business-Leben. Aber ihr Unternehmen, das Tips und Beratung für berufstätige Frauen mit Kindern bietet, hat sie selbst erarbeitet. Kritik gab es jüngst von einer Ex-Mitarbeiterin. Angeblich wünscht die Unternehmerin ausgerechnet in der eigenen Firma keine breite Karenzlösung für Mütter. Im Konzern ihres Vaters, der Trump Organization, ist sie Vizepräsidentin und hat nun mehr Verantwortung. Befreundet ist sie trotz unterschiedlicher politischer Lager mit Chelsea, Tochter von Hillary und Bill Clinton. Beide Frauen sind nun auch Präsidententöchter. Die eine zuvor, die andere aktuell – und in völlig anderen Zeiten.

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