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Achtung, FC St.Gallen: Die Barrage kommt zurück

Die Vertreter der 20 Klubs der Swiss Football League haben sich für die Wiedereinführung der Barrage ausgesprochen. Das ultimative Finale im Auf-/Abstiegskampf wird schon auf die neue Saison hin reaktiviert.
Ein am Boden zerstörter Marc Zellweger nach dem Abstieg des FC St.Gallen in der Barrage 2008.

Ein am Boden zerstörter Marc Zellweger nach dem Abstieg des FC St.Gallen in der Barrage 2008.

(dwa/rst) Fast die halbe Liga war in der vergangenen Super-League-Meisterschaft wenige Runden vor Schluss noch in den Abstiegskampf verwickelt. Erwischt hat es schliesslich Lausanne-Sport. Ab der neuen Saison wird der Abstiegskampf noch spannender: Wie die Swiss Football League in einem Communiqué meldet, wird die Barrage wieder eingeführt.

Bittere Erinnerungen des FC St.Gallen

In der Barrage treffen jeweils am Schluss der Meisterschaft der Zweitletzte der Super League und der Zweite der Challenge League im Direktduell aufeinander - wer nach zwei Spielen die Oberhand hat, verbleibt in der Beletage des Schweizer Fussballs beziehungsweise steigt dorthin auf. Der Verlierer steigt ab beziehungsweise verbleibt in der Challenge League.

Insbesondere der FC St.Gallen hat bittere Erinnerungen an diese Auf-/Abstiegs-Endspiele: Im Frühling 2008 stiegen die Espen - notabene in der letzten Partie im Espenmoos - in der Barrage gegen Bellinzona in die Challenge League ab.

Sinneswandel bei den Klubs

Im vergangenen Herbst hatten die Klubs der Super League und der Challenge League die Einführung der Barragespiele noch abgelehnt. Ein halbes Jahr später stellten alle Klubs aus der zweithöchsten Spielklasse erneut den Antrag, die Entscheidungsspiele wieder einzuführen.

Mit 16 zu 4 Stimmen votierten die Klubvertreter im zweiten Anlauf nun für die Reaktivierung der Barrage. Damit wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht. Die Barrage war vor sieben Jahren abgeschafft worden.

Der Abstimmung sei eine lange, konstruktive Diskussion vorausgegangen, sagt Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League. Den Ausschlag habe wohl die geschlossene Haltung der Challenge-League-Clubs sowie die früh spannungslose Saison in der zweithöchsten Liga gegeben. Weiterhin abgelehnt hat den Antrag wohl der FC Thun, der schon vor zwei Wochen öffentlich verlauten liess, die Barrage berge für den Club ein zu hohes wirtschaftliches Risiko. Teams wie Basel oder die Young Boys, die derzeit keinen schnellen Absturz zu befürchten haben, dürften umgeschwenkt haben.

Matthias Hüppi einer der Befürworter

Und auch der FC St. Gallen stimmte dem Antrag dem Vernehmen nach zu. Präsident Matthias Hüppi hat sich kürzlich positiv über die Barrage geäussert - trotz der drohenden Gefahr, in einer schwachen Saison stärker in den Abstiegskampf involviert zu sein. Die SFL selbst dürfte mit der Wiedereinführung zufrieden sein. Im Herbst 2017 hatte sie den Antrag gestellt und eine Ja-Empfehlung abgegeben. Ob bald auch eine Barrage zwischen Challenge- und Promotion-League aufs Tapet kommt, sei offen, so Schäfer.

Maurice Weber, Präsident des FC Wil, freut sich über den Entscheid. Ein erster Schritt zu einer attraktiveren Challenge League sei getan. Die grosse Ausbildungsarbeit aber, von der auch die oberste Liga profitiere, werde von der SFL und dem Fussballverband bei der Prämienverteilung seiner Meinung nach noch zu wenig stark gewichtet.

Vier Mal wechseln in der Challenge League

Weiter will die SFL in der Challenge League pro Spiel vier Auswechslungen zulassen und so Einsätze junger Spieler fördern. Zudem sind die Anspielzeiten der Challenge League gelockert worden. Die Clubs können die Spiele am Samstag zwischen 17 und 20 Uhr, am Sonntag zwischen 14.30 und 16 Uhr ansetzen. Weiter gab es im Komitee einen Wechsel: Für den abgetretenen Peter Stadelmann wurde Rocco Delli Colli, Präsident des FC Rapperswil-Jona, ins Führungsgremium der SFL gewählt.

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