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Kolumne

Dezember in San Diego: Surfen um die Wette

Surfer ist Ausgangspunkt, um den kalifornischen Surf-Traum zu leben. In diesen Tagen haben sie an den kilometerlangen Stränden mit meterhohen Wellen Hochsaison.
Susanne Holz
Wasser und Wahnsinn. Bild: Gregory Bull/Keystone (San Diego, 18. Dezember 2018)

Wasser und Wahnsinn. Bild: Gregory Bull/Keystone (San Diego, 18. Dezember 2018)

In San Diego betragen die Lufttemperaturen im Dezember zwischen 7 und 19 Grad. Die Wassertemperatur liegt derzeit bei 17 bis 18 Grad. Zu kalt zum Baden, aber nicht zum Surfen – in einem entsprechenden Anzug. Der Surfer hier springt mit den Wellen, mit besonders hohen, am Black’s Beach in San Diego – es ist Mitte Dezember.

An diesem Tag schlagen besonders hohe Wellen an der südkalifornischen Küste auf. Gewarnt wird vor gefährlichen Strömungen entlang der Strände und halsbrecherischen Bedingungen auf dem Meer. Der Surfer auf dem Bild mutet furchtlos an. Wie ein schwarzer Frosch in grosser Höhe hebt er sich vom silbergrauen Himmel ab, und sein Surfbrett ragt kerzengerade ins diesige Grau, einer spitzen Waffe gleich.

Zwischen den Jahren macht so ein Bild Freude. Weihnachten hat man gesehen. Die Wahrnehmung ist getränkt mit Rot und Grün, mit Weihnachtsmann und Tannenbaum. Auch Bilder von weissem Schnee, goldenen Engeln und glitzernden Glöckchen durfte man im Übermass speichern. Meistens in Einkaufszentren und nicht in freier Wildbahn. Hier also glitzernde Gischt. Helle Sonnenpunkte glänzen auf dem Wasser um die Wette wie ein Versprechen. Ein Versprechen aufs kommende Frühjahr und auf einen langen Sommer. Möge dieser länger währen, als der Sprung dieses Surfers dauert.

Doch nichts gegen einen super Sprung. In ein paar Tagen gilt es nämlich, sich kopfüber ins neue Jahr zu stürzen. Und das macht man am besten so mutig und so entschlossen, wie der dynamische Wassersportler an der Küste San Diegos es demonstriert. «Auf in den Kampf» sollte man vielleicht nicht gerade denken (müssen), aber ein «Wir schaffen das» ist immer gut.

In diesem Sinne sei an dieser Stelle schon mal ein gutes neues Jahr 2019 gewünscht: mit Wellen, so hoch, dass sie mit Freude zu bewältigen sind, aber nicht so hoch, dass sie einen umhauen. Mit viel silberner Gischt und glänzenden Sonnenpunkten auf einer Wasseroberfläche, die einen trägt. Bis es dann wieder Dezember und ein bisschen dunkel wird.

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