DEUTSCHLAND: Zwei Schüsse streckten Axt-Attentäter nieder

Der Attentäter von Würzburg wurde von vier Polizeikugeln getroffen. Zwei davon waren tödlich. Wie viele weitere Schüsse abgegeben wurden, die den 17-Jährigen verfehlten, muss noch untersucht werden.

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Eine Szene aus dem Drohvideo des Täters von Würzburg. (Bild: Screenshot Youtube)

Eine Szene aus dem Drohvideo des Täters von Würzburg. (Bild: Screenshot Youtube)

Der junge Mann sei von einem der beiden Polizisten, die ihn stellten, wohl seitlich in den Kopf getroffen worden, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Bardo Backert am Mittwoch. Backert sprach von einem "dynamischen Geschehen", bei dem das Verhalten der zwei Beamten aller Wahrscheinlichkeit nach gerechtfertigt gewesen sei. Seine Behörde werde das Geschehen jedoch im Detail überprüfen.

"Er war unvermittelt da"
Der Attentäter sei nur etwa drei Armlängen von einem der beiden Polizisten entfernt gewesen. "Er war unvermittelt da und lief aus einem Gebüsch mit maximaler Geschwindigkeit auf die Beamten zu." Der 17-Jährige habe versucht, mit einem Beil auf einen der Beamten einzuschlagen. Die Polizisten hätten keine Möglichkeit zum Ausweichen gehabt. In dieser Situation hätten die etwas versetzt zueinander stehenden Beamten beide schnell reagieren müssen. Ein Schuss alleine stoppe einen Angreifer auch nicht sofort. Danach vergehe in der Regel noch etwas Zeit, bis der Getroffene zu Boden gehe.

Fünf Menschen verletzt
Der 17-jährige Afghane hatte am Montagabend in einem Regionalzug bei Würzburg vier Menschen mit einer Axt und einem Messer verletzt. Auch eine Fussgängerin, die der Jugendliche auf seiner Flucht angriff, erlitt schwere Verletzungen. Kurze Zeit später wurde der Mann von Polizisten erschossen. (sda)