Deutschland

Deutsche Grüne wollen Spitzenkandidatur erst nächstes Jahr klären

Die deutschen Grünen bleiben dabei, dass sie sich erst im kommenden Jahr für die nächste Bundestagswahl personell aufstellen wollen.

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Die Bundesvorsitzenden der Grünen, Annalena Baerbock und Robert Habeck, in Berlin. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die Bundesvorsitzenden der Grünen, Annalena Baerbock und Robert Habeck, in Berlin. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Keystone/dpa/Kay Nietfeld

Zum Auftakt einer Klausurtagung des Parteivorstands in Berlin stellte die Vorsitzende Annalena Baerbock am Montag klar, dass es bei den zweitägigen Beratungen nicht um eine Spitzen- oder Kanzlerkandidatur gehen werde. "Wir stecken mitten in einer Pandemie, deswegen werden wir auf dieser Klausur jetzt nicht um uns selbst kreisen und irgendwelche Spitzenkandidaturfragen angehen", sagte sie.

Die Sozialdemokraten hatten mit Olaf Scholz als erste deutsche Bundestagspartei einen Kanzlerkandidaten ins Rennen geschickt. Baerbock und der Co-Vorsitzende Robert Habeck betonten, dass sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen wollen. Die Grünen fühlten sich in ihrem "Kurs der strategischen Ruhe" bestätigt, sagte Habeck.

Die Ökopartei rangiert in den meisten Meinungsumfragen mit knapp 20 Prozent auf Platz zwei in der deutschen Wählergunst. Sie liegt damit vor der SPD, aber weit hinter der CDU/CSU von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich im September 2021 statt. Merkel wird dann nicht mehr kandidieren. Der gemeinsame Kanzlerkandidat von CDU und CSU wird wahrscheinlich erst Anfang nächsten Jahres gekürt. Vorher muss die CDU noch einen neuen Vorsitzenden wählen.