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Kommentar

Der Schaden ist angerichtet

China reagiert auf die US-Strafzölle für seine Export-Güter mit einem
Gegenschlag. Damit droht ein Handelskrieg von historischen Ausmassen.
Felix Lee, Peking

Mit Kriegsrhetorik sollte vorsichtig umgegangen werden. Doch was sich nun zwischen China und den USA abspielt, ist genau das: ein Handelskrieg. Wie anders lässt sich der Streit in Worte fassen, wenn die beiden grössten Volkswirtschaften nicht mehr bereit sind zu reden, sondern sich nur noch mit immer neuen Strafzöllen gegenseitig attackieren?

Trump droht bereits damit, sämtliche chinesische Einfuhren in die USA zu verzollen. China bastelt an Vergeltungsschlägen in gleichem Ausmass. Es gibt nichts zu beschönigen: Der Welt droht ein Handelskrieg, wie es ihn in diesem Ausmass seit den 1930er-Jahren nicht mehr gegeben hat. Schuld an dieser Eskalation hat ohne Zweifel Trump. Ohne seine bizarre Annahme, sein Land, das die Welthandelsregeln überhaupt aufgestellt hat, sei in den vergangenen Jahrzehnten stets übervorteilt worden und nur ein Handelskrieg könne die USA wieder nach vorne bringen – diesen Konflikt würde es in diesem Ausmass nicht geben.

Doch das heisst nicht, dass Chinesen und Europäer unschuldig sind. China manipuliert seine Währung, schottet wichtige Schlüsselindustrien ab und benachteiligt ausländische Investoren. Doch auch Deutschland oder die Schweiz mit ihren exorbitanten Exportüberschüssen haben allen Mahnungen zum Trotz nur wenig gegen dieses Ungleichgewicht im Welthandel unternommen. Das rächt sich nun. Trump wird nicht nachgeben, bis China, Deutschland und andere Exportnationen nennenswerte Schritte in Angriff nehmen und ihre Überschüsse wirklich abbauen. Je länger diese Länder das nicht so sehen wollen, desto grösser wird der Schaden – für die gesamte Weltwirtschaft.

China-Korrespondent in Peking: Felix Lee.

China-Korrespondent
in Peking: Felix Lee.

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