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Der Nächste bitte: Trump will laut US-Medien Aussenminister Rex Tillerson entlassen

Schon viele Köpfe in der Trump-Administration sind in den vergangenen Monaten gerollt. Jetzt soll ein weiterer Folgen: der des Aussenministers Rex Tillerson.

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Donald Trump will seinen Aussenminister Rex Tillerson (l.) nicht mehr.

Donald Trump will seinen Aussenminister Rex Tillerson (l.) nicht mehr.

Keystone

US-Aussenminister Rex Tillerson steht einem Bericht zufolge kurz vor seiner Ablösung. Wie die Zeitung «New York Times» am Donnerstag unter Berufung auf ranghohe Behördenvertreter berichtete, soll er durch den amtierenden CIA-Chef Mike Pompeo ersetzt werden.

Der Wechsel an der Spitze des Aussenministeriums sei vom Stabschef des Weissen Hauses, John Kelly, eingefädelt worden und solle «in den kommenden Wochen» vollzogen werden.

Neuer CIA-Chef dürfte der «New York Times» zufolge der Senator Tom Cotton aus Arkansas werden. Dieser habe bereits seine Bereitschaft zum Wechsel an die Spitze des Geheimdienstes signalisiert. Cotton habe sich im Senat als Trumps vielleicht wichtigster Verbündeter bei Fragen der nationalen Sicherheit und der Einwanderung erwiesen.

Soll neuer Aussenminister der USA werden: CIA-Chef Mike Pompeo.

Soll neuer Aussenminister der USA werden: CIA-Chef Mike Pompeo.

KEYSTONE/AP/PABLO MARTINEZ MONSIVAIS

Das Verhältnis zwischen US-Präsident Donald Trump und Tillerson gilt seit langem als angespannt. Die beiden Politiker vertreten bei zahlreichen aussenpolitischen Themen unterschiedliche Positionen.

Seit Monaten wird über Tillersons Zukunft spekuliert. Anfang November sagte Trump dem Sender Fox News, er wisse nicht, ob er den Ex-Chef des Ölkonzerns Exxonmobil für die gesamte Amtszeit auf dem Posten belassen werde. Er sei nicht glücklich darüber, dass einige im Aussenministerium seine Politik nicht unterstützten, beklagte sich Trump.

Im Nordkorea-Konflikt hatte Trump seinem Aussenminister wegen dessen diplomatischer Bemühungen Zeitverschwendung vorgeworfen. Der US-Fernsehsender NBC berichtete wiederum, Tillerson habe Trump nach einer Sitzung im Verteidigungsministerium als «Deppen» bezeichnet.

Ob Trump der Neubesetzung des Ministeramtes bereits zugestimmt habe, sei unklar, berichtete die «New York Times» weiter. Eine Stellungnahme des Weissen Hauses war auf Anfrage von internationalen Agenturen zunächst nicht zu erhalten. (cma/sda/afp/reu)