Der Attentäter ist identifiziert

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Russland Für den Bombenanschlag vom Montagnachmittag auf die St. Petersburger U-Bahn ist gemäss Ermittlern ein Mann aus Kirgistan verantwortlich, der auch die russische Staatsbürgerschaft besitzt. Der 22-Jährige kam bei der Explosion ums Leben. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 14, rund 50 Personen wurden verletzt.

Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, der Täter habe Verbindungen zu radikalen Islamisten. Offiziell gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Behörden gehen aber von einem terroristischen Hintergrund aus. Ob es Mittäter gab, ist nicht bekannt. Das russische Fernsehen veröffentlichte ein Bild, auf dem die Leiche eines bärtigen Mannes zu sehen ist. Er sieht einem Mann auf einem Foto einer Überwachungskamera ähnlich, bei dem es sich um den Kirgisen handeln soll.

In St. Petersburg begann gestern eine dreitägige Trauerperiode. Gouverneur Georgi Poltaw­tschenko versprach, die Stadt werde alles tun, um die Sicherheit der Touristen zu garantieren. Im Juni findet unter anderem in St. Petersburg der Confederations Cup und im kommenden Jahr die Fussball-WM statt.

Attacke auf zwei Verkehrspolizisten

Die russischen Behörden haben gestern eine weitere tödliche Attacke von «radikalen Islamisten» gemeldet. Zwei Verkehrspolizisten seien in der Nacht auf gestern in der südrussischen Stadt Astrachan erschossen worden. Russland ist auch auf der Hut, weil russischsprachige Kämpfer aus Syrien in ihre Heimat zurückkehren könnten. Russland wird nicht nur vom IS bedroht, sondern auch von radikalen Islamisten auf dem eigenen Territorium, etwa im Südkaukasus. (sda)