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Demonstrationen für Barsani

Irak Nach dem angekündigten Rückzug von Iraks Kurden-Präsident Massud Barsani wollen ihn seine Unterstützer zum Weitermachen bewegen. Dutzende Menschen versammelten sich gestern vor dem Regionalparlament im nordirakischen Erbil, um gegen die Entscheidung Barsanis zu protestieren. Auf Bildern der kurdischen Nachrichtenseite «Rudaw» war zu sehen, wie die Demonstranten kurdische Fahnen schwenkten und Spruchbänder in die Höhe hielten.

Am Abgeordnetenhaus waren die Emotionen bereits am Sonntagabend hochgekocht. Eine Reihe von Demonstranten, teilweise mit Stöcken bewaffnet, hatten zeitweise einen Teil des Parlaments gestürmt und Slogans gegen Gegner Barsanis gerufen. Ausserhalb des Parlaments feuerten Sicherheitskräfte Warnschüsse in die Luft, wie Augenzeugen berichteten. Medienberichten zufolge wurde auch ein Brandanschlag auf ein Parteibüro der kurdischen Partei PUK verübt.

Die Zentralregierung in Bagdad mahnte die Minderheit zur Ruhe. «Wir verfolgen die Entwicklungen in der Region Kurdistan sehr genau und auch die Angriffe auf Parteizentralen sowie den Versuch der Medien, Chaos zu verbreiten», hiess es in einer Stellungnahme des Büros des Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi. Die Kurden sollten sich an das Gesetz und die geltende Waffenruhe zwischen irakischen Truppen und kurdischen Peschmerga-Kämpfern halten. (sda)

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