Dänische «Jyllands-Posten» erhöht Sicherheit nach Anschlag in Paris

Nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris hat die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» die Sicherheit in ihren Redaktionshäusern verschärft. Die «Jyllands-Posten» hatte 2005 zwölf Mohammed-Karikaturen veröffentlicht.

Drucken
Teilen
2010 konnte ein Anschlag auf «Jyllands-Posten» verhindert werden. (Bild: Keystone/Archiv)

2010 konnte ein Anschlag auf «Jyllands-Posten» verhindert werden. (Bild: Keystone/Archiv)

Diese hatten heftige Reaktionen in der islamischen Welt ausgelöst. Ein Anschlag auf die Redaktion in Kopenhagen hatte 2010 vereitelt werden können.

Verschärfte Wachsamkeit
«Die Beobachtungen und das Sicherheitsniveau an unseren Standorten in Kopenhagen und Viby sind erhöht worden», heisst es in einer E-Mail an die Mitarbeiter des Verlages vom Mittwoch, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

«Wir stehen in engem Kontakt mit den relevanten Behörden», schrieb der Verlag am Mittwoch an die Mitarbeiter. Es ändere sich nichts an der Gefahrenstufe. Trotzdem herrsche vonseiten der Behörden verschärfte Wachsamkeit.

Nerven liegen blank
Alarmiert durch den Anschlag auf «Charlie Hebdo» in Paris wurde am Mittwoch die Zentrale der spanischen Zeitung «El País» in Madrid evakuiert, weil ein verdächtiges Paket angeliefert wurde. Gegen 13.45 Uhr sei ein Mann mit einem Paket aufgetaucht, das als verdächtig eingestuft wurde, sagte «El País»-Kommunikationsdirektor Pedro Zuazua der Nachrichtenagentur AFP.

«Die Polizei hat das Gebäude evakuiert», sagte Zuazua, 300 Menschen hätten dort gearbeitet. Die Polizei habe dann das Paket untersucht und nach rund einer Stunde Entwarnung gegeben, teilte das Blatt auf Twitter mit. (sda)