China erwartet weniger Wachstum

Drucken
Teilen

Volkskongress Zum Auftakt der Plenarsitzung des Volkskongresses in Peking hat Chinas Regierungschef Li Keqiang gestern ­einen vorsichtigen Wirtschaftskurs vorgegeben: China plant in diesem Jahr mit einem langsameren Wachstum von rund 6,5 Prozent und muss mehr Schulden machen. Das Haushaltsdefizit steige im Vergleich zum Vorjahr um 200 Milliarden auf 2,38 Billionen Yuan (rund 348 Milliarden Franken), sagte Li in seiner mehr als eineinhalbstündigen Rede. Stabilität sei von «übergeordneter Bedeutung». Er warnte vor wachsenden Unsicherheiten und Protektionismus in der globalen Wirtschaft. Lis Rechenschaftsbericht liess ehrgeizige Initiativen vermissen. Wie bisher plädierte er für Reformen und Infrastrukturausgaben. Zwar werde das Wachstumsziel auf 6,5 Prozent gesenkt, es könne wenn möglich aber «auch höher» sein.

Der Nationale Volkskongress ist Chinas Parlament. Die etwa 3000 Abgeordneten werden alle fünf Jahre von Volkskongressen der Provinzen, autonomen Regionen, Städte sowie der Volksbefreiungsarmee entsandt. (sda)