Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Chance auf einen Durchbruch

Kommentar

Die Sphinx von Pjöngjang hat die Welt wieder einmal überrumpelt. Statt wie üblich zu drohen, lockt Diktator Kim Jong Un mit einer sensationellen Gesprächsofferte an US-Präsident Donald Trump – ein Angebot im Stile eines Mafia-Paten, das man nicht ablehnen kann. Doch es besteht das Risiko, dass der nordkoreanische Führer täuschen will, um Zeit zu ­gewinnen und die Sanktions­blockade zu durchbrechen.

Bei allem Zweifel, die Chance auf einen Durchbruch ist grösser. Kim hat gegenüber Washington und Seoul einen Korridor geöffnet, durch den eine diplomatische Lösung gang­bar wäre. Der junge Führer würde gern die US-Truppen aus Südkorea abgezogen sehen und auch die US-Stützpunkte im Pazifik neutralisieren. Dabei kann er mit Chinas Unterstützung rechnen – bei seiner atomaren Aufrüstung dagegen nicht.

Militärstrategisch lebt Ostasien in einem explosiven Schwebezustand. Es gibt dort weder eine Nato noch eine ­funktionierende Wirtschafts­gemeinschaft, die wider­strebende Interessen aus­gleichen könnte. Es koexistieren Staaten, die voreinander Angst haben. Die USA könnten das jetzt ändern und Nordkoreas Abrüstung zum Preis für eine Gesamtlösung machen. Denn Kim Jong Un steht mit dem Rücken zur Wand. Gelingt der Dialog mit den USA und Süd­korea nicht oder endet er gar in einer Eskalation des Hasses, hat der Despot eine einmalige Gelegenheit verspielt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.