CDU ist gegen grosse Koalition

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Schleswig-Holstein Wunden­lecken bei der SPD um Kanzlerkandidat Martin Schulz und Machtpoker in Norddeutschland: Nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein ist unklar, wer das Küstenland in den nächsten fünf Jahren führen wird. CDU-Wahlsieger Daniel Günther will die Grünen von einer sogenannten Jamaika-Koalition mit ihm und der FDP überzeugen – einem Zusammengehen von CDU, FDP und Grünen (Schwarz-Gelb-Grün, nach den Nationalfarben der Karibikinsel benannt).

Auch die FDP ist für eine solche Koalition. Sie schliesst aber eine «Ampel»-Koalition mit der Wahlverliererin SPD und den dazu gewillten Grünen nicht völlig aus – Bedingung: ohne den bisherigen SPD-Ministerpräsidenten Torsten Albig. Vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen – im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland – am kommenden Sonntag wird es wohl keine Koalitionsentscheidung geben.

AfD schafft Sprung ins Parlament

Eine grosse Koalition mit der SPD schliesst Günther so gut wie aus: «Wir liegen so eindeutig vor der SPD, die Menschen in Schleswig-Holstein wollen einen richtigen Wechsel. Das geht nur, wenn die CDU die Landesregierung anführt», sagte Günther gestern. «Eine SPD, die so krachend abgewählt wurde, kann nicht in einer neuen Landesregierung sein.»

Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt die CDU in Schleswig-Holstein auf 32, die SPD auf 27,2 Prozent, die Grünen erreichten 12,9 Prozent, die FDP zieht mit 11,5 und die Alternative für Deutschland (AfD) mit 5,9 Prozent in den Landtag. (sda)

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