Carla Del Ponte gibt auf

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UNO Carla Del Ponte verlässt die Unabhängige Internationale UNO-Untersuchungskommission für Syrien. Sie sehe derzeit «keinen politischen Willen» zur Unterstützung des Gremiums, begründete die Tessinerin ihren Entscheid. «Ich habe entschieden, zurückzutreten», sagte sie gestern an einer Podiumsdiskussion in Locarno. Sie werde noch an der Session des UNO-Menschenrechtsrats im September teilnehmen und dann gehen. Sie habe «resigniert», so Del Ponte. Sie sei zur Erkenntnis gelangt, dass ihre Teilnahme an der UNO-Untersuchungskommission nicht mehr als ein «Alibi» gewesen sei. «Ich habe keine Einflussmöglichkeiten, wenn der UNO-Sicherheitsrat nichts macht», sagte sie. «Wir sind machtlos, in Syrien gibt es keine Gerechtigkeit.» (sda)