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Kolumne

Brüssel schwitzt: Eine Millionenstadt ohne eine einzige Badi

In Brüssel gibt’s kein Erbarmen: Das Thermometer zeigt 36 Grad an, die 1,2 Millionen Einwohner schwitzen. Abkühlung ist nicht in Sicht - der Europa-Hauptstadt fehlt eine Badi.
Remo Hess, Brüssel
Flirrende Hitze am Sitz der EU-Kommission in Brüssel. (Bild: Keystone)

Flirrende Hitze am Sitz der EU-Kommission in Brüssel. (Bild: Keystone)

Wenn Harry Potter in den Spiegel Nerhegeb blickt und darin erkennt, was er sich im tiefsten seines Innersten wirklich wünscht, dann wäre dies im Falle des hier Schreibenden: Eine Badi. Sie mögen es glauben oder nicht: Aber in der 1,2 Millionen-Metropole Brüssel fehlt sowas schlicht, ein Freibad, ein Pool oder wenigstens ein Planschbecken. Irgendetwas, um sich von der seit Wochen dauernden Affenhitze ein kleines bisschen Linderung zu verschaffen. Gesegnet sind die Eidgenossen, die sich nach erbrachtem Tagewerk in die Aare stürzen oder im nahen See ein Bad sich gönnen können.

36 Grad zeigt das Thermometer letzten Donnerstag an. 36! Unter diesen Umständen verwandeln sich die Häuserschluchten im Europaquartier zum belgischen Death Valley. Wenn Gott wirklich in Brüssel wohnt, wie es im Film «Das brandneue Testament» heisst, dann in einem Appartement mit Klimaanlage. Als Journalist verschanzt man sich in diesen Tagen für einmal gerne in den «Bunker», dem trostlosen Presse-Arbeitssaal im Keller des EU-Hauptquartiers.

Man könnte nun die Frage stellen, wie sich solche Witterungsbedingungen auf die Politik auswirken. Immerhin sind auch Eurokraten bloss Menschen. Wie sollen sie bei diesen Verhältnissen einen kühlen Kopf bewahren? Aber auch die Normalbevölkerung dreht langsam durch. Aus ihren aufgeheizten Häusern fliehen sie in die Bars helfen sich mit dem einzigen, was das Dahinsiechen einigermassen erträglich macht: Kühlem belgischen Bier. Entsprechend tiefer und tiefer werden die Ringe unter den Augen mit jedem Tag. Man darf es ja eigentlich gar nicht sagen: Sommer, mach mal Pause!

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