Boko Haram tötet über 50 Personen

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Nigeria Beim verheerendsten Angriff der Islamistengruppe Boko Haram seit Monaten sind in Nigeria mindestens 50 Menschen getötet worden. Ein Konvoi mit Mitarbeitern des staatlichen Erdölkonzerns NNPC geriet am Dienstag im Nordosten des Landes in einen Hinterhalt, wie Rettungskräfte und Hilfsorganisationen gestern mitteilten.

Auch Soldaten und Mitarbeiter der Universität Maiduguri waren demnach unter den Opfern. Der Konvoi, welcher neue Erdölvorkommen erkunden sollte, wurde im Bundesstaat Borno angegriffen. Die Zahl der Todes­opfer drohe weiter zu steigen, hiess es aus Sicherheitskreisen.

Staat will neue Ölfelder erkunden

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20 000 Menschen getötet und 2,6 Millionen in die Flucht getrieben.

Trotz der unsicheren Lage im Nordosten des Landes strebt Nigeria die Erkundung weiterer Vorkommen abseits des Nigerdeltas an. Erdöl und Erdgas sind die wichtigsten Einnahmequellen des Landes. Die Einkünfte tragen in erheblichem Masse zu den Staatseinnahmen bei. (sda)