Blitzeinschlag als göttliches Zeichen?

War vielleicht doch Gottes Hand im Spiel? Gläubige und Atheisten rätseln nach dem angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. über mögliche Zeichen von oben.

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Ein Blitz schlägt in den Petersdom ein - am Abend der Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. (Bild: Keystone)

Ein Blitz schlägt in den Petersdom ein - am Abend der Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. (Bild: Keystone)

Für den ersten Aufreger sorgt Fotograf Alessandro Di Meo am frühen Montagabend mit einem spektakulären Bild: Ein greller Blitz zuckt über den dunklen Himmel und schlägt in der Kuppel des Petersdoms ein - wenige Stunden nach Benedikts Rücktrittsankündigung. Viele Bildjournalisten können es kaum glauben, verlangen einen Beweis, dass das Foto echt ist. Im Internet müssen sich Di Meos Kollegen von der italienischen Nachrichtenagentur Ansa viele kritische Fragen gefallen lassen. Aber sie beteuern: Das Bild ist echt! Aufgenommen um 17:56.

Kann das Zufall sein?
Und es taucht ein weiteres Bild auf. Filippo Monteforte von der französischen Nachrichtenagentur AFP hielt den Moment ebenfalls mit seiner Kamera fest. Und sogar ein Video der BBC zeigt, wie der leuchtende Blitz einschlägt. In Zeitlupe wiederholt der Sender, wie das Licht zweimal kurz den Platz in gleissendes Licht taucht und dann verschwindet. Kann das Zufall sein? Nutzer in den Sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook sprechen von «Zeichen Gottes» oder «Reaktion des Himmels» und führen weitere Merkwürdigkeiten an.

«Morgen kündige ich!»
Auch das Foto eines Cartoon-Kalenders macht die Runde. Das Bild ist auf den Sonntag - also den Vortag der Rücktrittsankündigung datiert. Es zeigt den Papst mit einem Lottoschein mit sechs Richtigen. In einer Sprechblase steht: «Heiliger Strohsack! Morgen kündige ich!». Keine spontane Aktion und alles echt, betont eine Sprecherin des herausgebenden Espresso Verlags. «Der Kalender ist schon am 31. August 2012 erschienen.» (sda)