Blitze gefährden die Kunst

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Was diese Woche in Wien passierte, kommt in der zeitgenössischen Kunstszene immer wieder vor – und ist doch von origineller Einmaligkeit: Da wurde ein Werk des Schweizers Pirmin Blum noch vor der Eröffnung der Avantgarde-Kunstmesse Parkfair wieder entfernt. Es zeigte in neonblauen Buchstaben das Wort «fuck». Eine Provokation, so einer der Kuratoren, sollte es nicht sein. Das war es für die Verantwortlichen des Einkaufszentrums, auf dessen Hoheitsgebiet es prangte, auch nicht, wie sie versichern. Der Abbau sei lediglich aus Sicherheitsgründen erfolgt, weil es nicht gegen Blitze abgesichert gewesen sei. Gäbe es einen Award der durchsichtigsten Ausreden: Dieses Argument wäre ein Top-Anwärter. (Hn.)