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Bereits 300 Menschen im Ost-Kongo an Ebola erkrankt

Im Osten des Kongos sind bereits 300 Menschen am lebensgefährlichen Ebola-Virus erkrankt. Bislang seien 186 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben, 88 konnten geheilt werden, wie das kongolesische Gesundheitsministerium am späten Montagabend erklärte.

Von den 300 Krankheitsfällen wurde das Ebola-Virus bei 265 im Labor eindeutig nachgewiesen. Zur Eindämmung der Epidemie erhielten demnach seit Anfang August rund 26 000 Menschen einen vielversprechenden experimentellen Ebola-Impfstoff.

Der jüngste Ausbruch des gefährlichen hämorrhagischen Fiebers konzentriert sich auf die Grossstadt Beni und ihre Umgebung in der unruhigen Provinz Nord-Kivu. Dort sind mehrere Milizen und Rebellengruppen aktiv, was es Helfern schwer macht, Patienten schnell aufzusuchen, zu isolieren und ihre Angehörigen zu kontaktieren. Auch gegen die Impfung gibt es in der Bevölkerung - die von einem tiefen Misstrauen gegen die Regierung geprägt ist - Widerstände.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer Epidemie 2014/2015 starben in Westafrika mehr als 11'000 Menschen. Infizierte können das Virus leicht übertragen.

sda/dpa

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