Terrorismus - Belgien

Belgiens Polizei fahndet nach einem zweiten Verdächtigen

Die belgischen Ermittler vermuten einem Medienbericht einen zweiten Attentäter beim Anschlag auf die Brüsseler Metro. Überwachungskameras hätten den unbekannten Mann mit einer schweren Tasche gefilmt, berichtete der Sender RTBF am Donnerstag.

Drucken
Teilen
Die Fahnder in Brüssel sind im Dauereinsatz, wie hier bei der Maelbeek-Metro-Station

Die Fahnder in Brüssel sind im Dauereinsatz, wie hier bei der Maelbeek-Metro-Station

KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET

Es sei unklar, ob der Mann getötet wurde oder entkommen sei. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein zweiter Verdächtiger zu sehen, der eine grosse Tasche bei sich habe. Es sei zu sehen, wie der bereits identifizierte Attentäter Khalid El Bakraoui mit dem Verdächtigen spreche, sagte ein Vertreter der Polizei am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Der Verdächtige stieg demnach aber nicht mit dem Attentäter in den Wagen, in dem sich dieser dann in die Luft sprengte. Die Polizei bestätigte damit entsprechende Berichte über einen möglichen Komplizen des U-Bahn-Attentäters.

Zugleich fahndet die Polizei weiter fieberhaft nach dem dritten Mann, den Überwachungskameras an der Seite der beiden mutmasslichen Selbstmordattentäter am Flughafen Zaventem filmten.

Bei Anschlägen auf die U-Bahn-Station sowie den Flughafen in Brüssel waren am Dienstag 31 Menschen getötet worden. Etwa 300 weitere Menschen wurden verletzt.

Atomforscher ausspioniert

Inzwischen wurde bekannt, dass die Brüsseler Terrorzelle offenbar auch hinter einem Spionageangriff gegen einen Atomforscher steckte. Die beiden Selbstmordattentäter Ibrahim und Khalid El Bakraoui sollen den Forscher mit einer heimlich installierten Kamera beobachtet haben.

Der Terroranschlag am Flughafen Brüssel. Die mutmasslichen Attentäter von Brüssel wurden von einer Kamera am Flughafen aufgenommen.
61 Bilder
Der dritte Flughafen-Attentäter: Die Behörden veröffentlichten dieses Standbild einer Überwachungskamera im Brüsseler Flughafen.
Dieser belgische IS-Kämpfer kündigt in einem Video weitere Anschläge. an.
Vermummte störten am Ostersonntag die Trauerfeier in Brüssel
Das Atomkraftwerk in Doel (Belgien)
Bei einem Polizeieinsatz am Karfreitag im Brüsseler Schaerbeek-Quartier nehmen Polizisten einen angeschossenen Verdächtigen fest
Ibrahim El Bakraoui wurde im Juni in der Türkei verhaftet. Trotzdem konnte er in Brüssel Terror sähen.
Nothelfer beobachten am Karfreitag eine Schweigeminute für die beim Anschlag getöteten Menschen. Place de la Bourse in Brüssel.
Nothelfer beobachten am Karfreitag eine Schweigeminute für die beim Anschlag getöteten Menschen. Place de la Bourse in Brüssel.
Nothelfer beobachten am Karfreitag eine Schweigeminute für die beim Anschlag getöteten Menschen. Place de la Bourse in Brüssel.
Nothelfer beobachten am Karfreitag eine Schweigeminute für die beim Anschlag getöteten Menschen. Place de la Bourse in Brüssel.
Bombenräumexperten
In der Nacht auf Karfreitag nimmt die Polizei in und bei Brüssel sechs Personen fest. Es besteht laut Angaben der Staatsanwaltschaft ein Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom Montag.
Das Leuven-Spital präsentiert Metallsplitter, die aus den Körpern der Opfer entfernt wurden: Schrauben, Muttern, Metallplatten.
König Philippe und Königin Mathile lassen sich im Spital Leuven Bombensplitter zeigen und bedanken sich bei den Ärzten.
Das Leuven-Spital präsentiert Metallsplitter, die aus den Körpern der Opfer entfernt wurden: Schrauben, Muttern, Metallplatten.
Das Leuven-Spital präsentiert Metallsplitter, die aus den Körpern der Opfer entfernt wurden: Schrauben, Muttern, Metallplatten.
Das Leuven-Spital präsentiert Metallsplitter, die aus den Körpern der Opfer entfernt wurden: Schrauben, Muttern, Metallplatten.
Das Leuven-Spital präsentiert Metallsplitter, die aus den Körpern der Opfer entfernt wurden: Schrauben, Muttern, Metallplatten.
Menschen ehren die Opfer an der Station Maelbeek in Brüssel.
Anteilnahme auf der Place de la Bourse im Zentrum von Brüssel.
Ein Paar küsst sich vor einer belgischen Flagge auf der steht: Homage an die Opfer vom 22. März.
Das Phantombild zeigt den zweiten mutmasslichen Attentäter aus der Brüsseler Metrostation.
Khalid El Bakraoui sprengte sich in der U-Bahn in die Luft.
Der dritte Täter vom Flughafen Brüssel: Najim Laachraoui
Die Attentäter und Brüder Khalid und Ibrahim El Bakraoui.
Dieses Röntgenbild vom Brüsseler Krankenhaus, wo einige Verletzte behandelt wurden, zeigt einen Nagel im Brustkorb.
Menschen kommen am Dienstagabend am Platz vor der Börse im Zentrum von Brüssel zusammen und gedenken der Opfer.
Dieses Bild der indischen Stewardess Nidhi Chaphekar geht um die Welt. Sie wurde beim Terroranschlag im Brüsseler Flughafen verletzt.
Dieses Bild zeigt: Die Anschläge von Brüssel lösen auch im Flüchtlingslager in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze Emotionen aus.
Menschen kommen am Dienstagabend am Platz vor der Börse im Zentrum von Brüssel zusammen und gedenken der Opfer.
Belgiens König Philippe hat sich in einer kurzen Ansprache an die Nation gewandt. «Feige und widerlich» hat er die Anschläge genannt und sie verurteilt.
Sicherheitskräfte im Zentrum von Brüssel.
Am Flughafen von Brüssel hat es am Dienstagmorgen zwei Explosionen gegeben.
Augenblicke nach der Explosion im Flughafenterminal
Das Flughafengebäude nach den Explosionen
Geborstene Scheiben nach dem Anschlag auf den belgischen Flughafen Zaventem bei Brüssel.
Szene aus der Abflughalle im Brüsseler Flughafen nach den Explosionen. Am Boden liegen mehrere Tote.
Hier schlugen die Attentäter zu
Nach dem Anschlag auf den Flughafen Zaventem: Menschenmassen vor dem Flughafengebäude.
Ein belgischer Polizist überwacht die Evakuierung des Flughafens
Das Haupt-Terminal nach den Explosionen.
Menschenmassen vor dem Brüsseler Flughafen: Passagiere und Mitarbeiter wurden aus dem Gebäude evakuiert.
Evakuierte Passagiere vor dem Flughafen Brüssel.
Mitarbeiter reagieren auf die Anschläge am Brüsseler Flughafen Zaventem.
Nach Explosionen in Brüssel: Mitarbeiter und Passagiere werden evakuiert.
Evakuiert: Flugbegleiterinnen vor dem belgischen Flughafen Zaventem bei Brüssel
Evakuierte Flugbegleiter und Passagiere vor dem Flughafen in Brüssel.
Abflug-Terminal Flughafen Brüssel: Hier sind die Bomben explodiert.
Passagiere werden aus der Brüsseler U-Bahn evakuiert.
Rauch steigt auf ausserhalb der U-Bahnstation Maelbeek in Brüssel.
Diese TV-Standbild zeigt Rettungskräfte und Opfer des Anschlags auf die U-Bahn in Brüssel.
Ein TV-Standbild zeigt, wie sich Einsatzkräfte um ein Opfer des Anschlags auf die Brüsseler U-Bahnstation Maelbeek kümmern.
Rettungskräfte kümmern sich um eine verletzte Frau vor einer U-Bahnstation in Brüssel.
Vermummte belgische Polizisten vor dem Garre dü Midi in Brüssel
Ein Wagen der belgischen Armee in Brüssel.
Rettungskräfte in der Rue de la Loi.
Die italienische EU-Abgeordnete Federica Mogherini bricht bei einer Medienkonferenz in Jordanien in Tränen aus.
Der französische Innenminister Bernard Cazaneuve spricht vor den Medien
Krisentreffen in Frankreichs Elysée-Palast in Paris: Aussenminister Jean-Marc Ayrault (l.) und Wirtschaftsminister Emmanuel Macron.
Der französische Premierminister Manuel Valls trifft zum Krisentreffen mit Präsident Hollande im Elysée-Palast in Paris ein.

Der Terroranschlag am Flughafen Brüssel. Die mutmasslichen Attentäter von Brüssel wurden von einer Kamera am Flughafen aufgenommen.

Zur Verfügung gestellt

Die Brüder wurden nach Informationen der Tageszeitung "La Dernière Heure" als diejenigen Männer identifiziert, die die heimlich vor dem Wohnhaus des Wissenschafters angebrachte Überwachungskamera abmontierten.

Mit ihr waren Aufnahmen gemacht worden, die Anti-Terror-Fahnder im November bei Ermittlungen zu den Terroranschlägen im Paris entdeckt hatten. Die Staatsanwaltschaft äusserte sich am Donnerstag nicht zu den laufenden Ermittlungen.

Bislang gilt als unklar, warum der belgische Nuklearspezialist ausspioniert wurde. Eine Theorie lautet, dass von ihm radioaktives Material für eine sogenannte schmutzigen Bombe erpresst werden sollte. Der Wissenschafter arbeitet im belgischen Nuklearforschungszentrum CEN in Mol. Dieses ist einer der weltweit grössten Hersteller von radioaktiven Isotopen für Krebstherapien.