Autorennen zur Imagepflege

MANAMA. Anlässlich des Formel-1-Autorennens in Bahrain vom Sonntag hat Amnesty International auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in dem Inselkönigreich aufmerksam gemacht.

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MANAMA. Anlässlich des Formel-1-Autorennens in Bahrain vom Sonntag hat Amnesty International auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in dem Inselkönigreich aufmerksam gemacht. Auch vier Jahre nach dem von saudischen und einheimischen Truppen blutig niedergeschlagenen Aufstand der schiitischen Bevölkerungsmehrheit seien Repressionen, Machtmissbrauch sowie willkürliche Festnahmen noch weit verbreitet. Der gestern vorgelegte Bericht stützt sich auf Zeugenaussagen von Häftlingen, die teils erst 17 Jahre alt sind. Sie seien schwer misshandelt worden. Gefoltert wird laut Amnesty vor allem in der Untersuchungshaft, um den Gefangenen Geständnisse abzupressen.

Amnesty weist darauf hin, dass das sunnitische Königshaus das Autorennen ganz offensichtlich dazu nutze, das Image des Landes aufzupolieren. Wie in früheren Jahren wollen Oppositionelle am Wochenende gegen das Autorennen auf die Strasse gehen. Auch gegen den Krieg in Jemen, an dem sich die Luftwaffe Bahrains beteiligt, soll protestiert werden. (M. Wr.)

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