Terror in Christchurch
Attentäter Tarrant schrieb Namen und Symbole auf seine Waffen – das bedeuten sie

Im Video über die Bluttat im neuseeländischen Christchurch, das Attentäter Brenton Tarrant live streamte, sind mehrere mit Namen und Symbolen beschriebene Waffen und Magazine zu sehen. Das sind sie – und das dürften sie bedeuten:

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Diese Waffen lagen auf dem Beifahrersitz des Attentäters. Sie sind beschriftet mit Namen und Symbolen.

Diese Waffen lagen auf dem Beifahrersitz des Attentäters. Sie sind beschriftet mit Namen und Symbolen.

AP

"Vienna 1683": Das Osmanische Reich wollte 1683 Wien einnehmen. Kaiserliche Truppen und ihre Verbündeten schafften es aber nach der Schlacht am Kahlenberg, die türkischen Verbände zurückzudrängen.

Alexandre Bissonette: Der Attentäter erschoss 2017 in einer Moschee der kanadischen Stadt Quebec sechs Menschen. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Anton Lundin Pettersson: 2015 überfiel er eine Schule in Schweden und tötete drei Menschen mit einem Schwert. Motiv: Rassismus. Polizisten erschossen den 21-Jährigen.

Luca Traini: Der italienische Neofaschist verletzte Anfang 2018 in der Kleinstadt Macerata aus rassistischen Motiven sechs Afrikaner. Er wurde zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt.

Ebba Akerlund: Das Mädchen kam 2017 bei dem Terroranschlag mit einem Lastwagen im schwedischen Stockholm ums Leben.

Karl Martell: Er führte die Franken 732 bei Tours und Poitiers zum Sieg über die nach Mitteleuropa drängenden Araber. Damit wurde er zum Verteidiger des christlichen Abendlandes gegen den Islam.

Der Australier Brenton Tarrant (28) ist ein Todesschütze beim Attentat von Christchurch/Neuseeland sein. Der Rechtsextreme hat sich bei den Taten selbst gefilmt und dies im Video live gestreamt.
29 Bilder
Unzählige Blumen für die Opfer liegen vor der Al Noor Masjid Moschee in Christchurch. Hier schlug der Attentäter zu.
Nach Augenzeugenberichten hatte ein Mann zunächst in einer Moschee in der Innenstadt um sich geschossen, wo sich Hunderte Muslime zum Freitagsgebet versammelt hatten.
Später fielen auch noch in einer anderen Moschee Schüsse. Es handelte sich um die Masjid-al-Noor-Moschee im Stadtzentrum und um eine Moschee im Vorort Linwood.
Menschen trauern um die Opfer.
Forensiker vor der Al Noor Masjid-Moschee in Christchurch.
Vorbild für Brenton Tarrant: Der norwegische Massenörder Anders Breivik.
Ebenso Vorbild für Brenton Tarrant: Radovan Karadzic, serbischer Kriegsverbrecher.
Die Masjid Al Noor Mosque-Moschee in Christchurch.
Sicherheitskräfte riegelten nach der Tat die komplette Innenstadt von Christchurch ab,
Neuseeländische Medien berichteten von Dutzenden Toten und Verletzten: Um 9.30 Uhr lag die Zahl der Todesopfer bei 49.
Rechter Terror in Neuseeland: Ein Mann weint, als er die Schreckensnachricht am Telefon erzählt.
Die Sicherheitskräfte gaben bekannt, dass vier Verdächtige festgenommen worden seien.
Es handele sich um drei Männer und eine Frau.
Im Internet kursieren ein Video und verschiedene Botschaften, die angeblich von einem der Täter stammen.
Dies ist ein weiterer Screenshot aus dem Video.
Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern verurteilte den Angriff aufs Schärfste. Die sozialdemokratische Politikerin sprach von einem der "dunkelsten Tage" in der Geschichte ihres Landes.
Australiens Premierminister Scott Morrison bestätigt, dass einer der Täter ein Australier ist. Der Angriff sei von einem "extremistischen, rechtsgerichteten, gewalttätigen Terroristen" verübt worden, sagte Morrison er.
Zeugen eines Anschlags werden von der Polizei eskortiert.
New Zealand Mosque Shooting
Rechter Terror in Neuseeland.
Rechter Terror in Neuseeland.
Rechter Terror in Neuseeland.
Rechter Terror in Neuseeland.
Rechter Terror in Neuseeland.
Rechter Terror in Neuseeland.
Rechter Terror in Neuseeland.
Rechter Terror in Neuseeland.
Rechter Terror in Neuseeland.

Der Australier Brenton Tarrant (28) ist ein Todesschütze beim Attentat von Christchurch/Neuseeland sein. Der Rechtsextreme hat sich bei den Taten selbst gefilmt und dies im Video live gestreamt.

AP

Skanderbeg: Der albanische Fürst (1405-1468) wurde durch seinen 25 Jahre dauernden Kampf gegen die Osmanen in ganz Europa berühmt.

Marcantonio Bragadin: Der venezianische Offizier leistete erbitterten Widerstand gegen die Eroberung Zyperns durch die Osmanen. Er starb 1571.

Sebastiano Venier: Als Oberbefehlshaber führte er die venezianische Flotte mit deren Verbündeten in der Seeschlacht bei Lepanto (1571) zum entscheidenden Sieg über die Türken.

Bohemund von Antiocha: Der Fürst war im 11. Jahrhundert Anführer des ersten christlichen Kreuzzugs zur Eroberung Jerusalems.

"14": Die Zahl verweist auf den Slogan "14 words" (14 Wörter). Hinter der Chiffre verbergen weisse Rassisten ihren Glaubenssatz, in dem sie eine florierende Zukunft für ihre Kinder fordern.

"Shipka pass": Im Russisch-Osmanischen Krieg gab es zwischen 1877 und 1878 mehrere Schlachten am Schipkapass auf dem Balkan. Am Ende unterwarfen sich die türkischen Truppen.

"Rotherham": Über Jahre wurden in dem englischen Ort massenhaft Kinder sexuell missbraucht. Den Behörden wurde Versagen nachgewiesen. Täter waren Männer pakistanischer Abstammung.

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