Anschlagsserie der Taliban

Drucken
Teilen

Afghanistan/Pakistan Bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Grossstadt Lahore sind mindestens 25 Menschen getötet worden, darunter viele Polizisten. 52 weitere Menschen seien verletzt worden, teilten die Rettungskräfte mit. Zu der Tat bekannten sich die pakistanischen Taliban.

Das Attentat ereignete sich in der Nähe eines Technologieparks in der Innenstadt auf einer vielbefahrenen Strasse. Ziel des Anschlags waren nach Darstellung der Polizei Beamte, die Strassenhändler vertreiben sollten. Der Attentäter sei mit einem Motorrad in einen Polizeikontrollpunkt gerast. Das Innenministerium erklärte, die Zahl der Todesopfer könne noch steigen.

Angriff auf Spital kostet 35 Menschenleben

Derweil ist Afghanistan erneut von einer Serie von Angriffen der islamistischen Taliban erschüttert worden. Bei einem Autobombenanschlag in Kabul wurden am Montag laut Regierung mindestens 26 Menschen getötet und 41 weitere verletzt.

Zuvor waren bei einem Angriff auf ein Spital im Zentrum des Landes mindestens 35 Menschen getötet worden. Ein Sprecher der Präsidentschaft bezeichnete den Angriff der Taliban auf die Klinik als «Verbrechen gegen die Menschlichkeit».

Die Bombe in der Hauptstadt traf dem Innenministerium zufolge einen Bus mit Mitarbeitern des Bergbauministeriums. Der Anschlag ereignete sich während des Berufsverkehrs in einem mehrheitlich von der schiitischen Hasara-Minderheit bewohnten Stadtteil im Westen Kabuls. Die verfolgte Minderheit ist immer wieder Ziel von Anschlägen. (sda)