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Amerikas extreme Rechte

Die extreme Rechte in den USA ist zwar in sich zerstritten, tritt aber zunehmend selbstbewusst auf. Bei den jüngsten gewalttätigen Demonstrationen traten verschiedene Gruppen unter dem Motto «vereint die Rechte» auf. Ihre gemeinsame Position über alle Parteistreitigkeiten hinweg ist die Vorstellung, dass Weissen mehr Macht zustehe als Menschen anderer Hautfarbe. Die wichtigsten rechtsextremen Gruppen Amerikas sind:

Ku-Klux-Klan: Weisse Kutten, brennende Kreuze und Lynchmorde vor allem an Schwarzen – es sind Bilder wie aus längst vergangenen Zeiten. Doch der Ku-Klux-Klan hat nicht nur nach dem amerikanischen Bürgerkrieg und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewütet. Seit den 1960er-Jahren ist er in dritter Auflage wieder aktiv. Er soll heute wieder zwischen 5000 und 8000 Mitglieder zählen.

Neonazis: Hitlergruss und Hakenkreuz sind in den USA unter dem Schutz der Meinungsfreiheit nicht verboten, das gilt selbst für das Relativieren des Holocaust an den europäischen Juden. Die Neonazi-Organisationen und -Parteien heissen American Nazi Party und National Alliance. Als grösste Neonazi-Gruppierung gilt heute das National Socialist Movement, das kürzlich ein Bündnis zur Kooperation mit dem Ku-Klux-Klan eingegangen ist. Alle Gruppen dieses Spektrums idealisieren das Dritte Reich Adolf Hitlers und propagieren Judenhass.

Alt-Right-Bewegung: Die Organisation steht für «Alternative Rechte». Der Name ist nur eine verharmlosende Umschreibung von Rechtsextremismus, um sich von bürgerlichen Rechtsparteien abzugrenzen, ohne offensichtlich als Neonazi-Gruppe aufzutreten. Die Bewegung hat sich vor allem in Internetforen aufgebaut und organisiert. Aus ihr heraus haben sich weitere kleinere Gruppen gebildet wie die Proud Boys (stolze Jungen). Einige dieser Gruppen geben sich betont modern und sind mit der europäischen Bewegung der Identitären vergleichbar. Sie rekrutieren vor allem Studenten.

Neo-Confederates: Der Begriff bezeichnet mehrere lose Gruppierungen aus dem Süden der USA. Sie wollen vor allem zurück in die gesellschaftliche Ordnung vor dem amerikanischen Bürgerkrieg, die zur Abspaltung der Konföderation der Südstaaten von den Nordstaaten und in den Bürgerkrieg geführt hatte. Sie sehen die damaligen vor allem im agrarischen Grossgrundbesitz verankerten und organisierten Südstaaten als Opfer des industrialisierten Nordens, der den Süden zur Abschaffung der Versklavung Schwarzer gezwungen hatte. Auch diese Gruppen sind nicht nur rassistisch, sondern auch fremdenfeindlich, homophob und frauenfeindlich. (wbr)

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