«Abscheuliche Ungerechtigkeit»

NAIROBI. Papst Franziskus hat in Kenia die «abscheuliche Ungerechtigkeit» verurteilt, die Millionen Menschen zum Leben in Slums zwingt. Dafür seien reiche Minderheiten verantwortlich, die sich nur um Geld und Macht sorgten, aber nicht um das Gemeinwohl, sagte der Papst gestern.

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NAIROBI. Papst Franziskus hat in Kenia die «abscheuliche Ungerechtigkeit» verurteilt, die Millionen Menschen zum Leben in Slums zwingt. Dafür seien reiche Minderheiten verantwortlich, die sich nur um Geld und Macht sorgten, aber nicht um das Gemeinwohl, sagte der Papst gestern.

Die Bewohner in Nairobis Armenviertel Kangemi hatten den Papst mit begeistertem Jubel empfangen. Der Besuch in dem Armenviertel gilt als eine der wichtigsten Stationen der sechstägigen Afrikareise des Papstes.

Die Armen hätten einen besonderen Platz in seinem Leben und seinen Entscheidungen, sagte Franziskus. «Ich bin hier, weil ich möchte, dass ihr wisst, dass mir eure Freuden und Hoffnungen, eure Ängste und eure Traurigkeit nicht gleichgültig sind.»

«Alle Familien haben das Recht auf ein solides Dach über dem Kopf, trinkbares Wasser, eine Toilette und Strom», forderte Franziskus in der Kirche von Kangemi. Über die Hälfte der etwa drei Millionen Einwohner Nairobis lebt in Slums. (dpa)