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Ablenken von den wahren Problemen

Zur Sache
Christoph Reichmuth

Es klingt dramatisch, wenn man den deutschen Politikern von CDU und CSU aus dem Grenzgebiet zur Schweiz zuhört: Die Zahl der illegalen Einreisen über die Schweiz nach Deutschland sei derart besorgniserregend hoch, dass nur noch stationäre Grenzkontrollen die Situation entschärfen könnten.

Tatsächlich sind in den ersten zwei Monaten dieses Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode dreimal mehr illegale Grenzübertritte aus der Schweiz nach Deutschland registriert worden. Konkret handelt es sich um 1350 Menschen, die nicht hätten einreisen dürfen. Freilich, es gibt eine Dunkelziffer, vermutlich waren es sogar mehr. Doch bei allem Verständnis: Besorgniserregend viele Fälle sind das nicht.

Besorgniserregend ist vielmehr die Situation jener Männer, Frauen und Kinder, welche die gefährliche Überfahrt übers Mittelmeer auf der Suche nach einem besseren und sichereren Leben in Europa in Kauf nehmen. Bürgerkriege und Hungersnöte treiben diese Menschen in die Flucht, und die Verhältnisse in den Flüchtlingscamps sind verheerend. Genau hier muss die Weltgemeinschaft ihre Hilfe ansetzen.

Kommt hinzu, dass es bei der Verteilung der Schutzsuchenden in Europa unbedingt Solidarität braucht, damit Italien und Griechenland diese Last nicht alleine zu tragen haben. Grenzkontrollen kommen da ganz zum Schluss. In einem Wahljahr in Deutschland stehen sie bei einigen Politikern aber offenbar an erster Stelle. Seite 7

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