Frankreich

21 Festnahmen bei "Gelbwesten"-Demonstration in Montpellier

Bei einer Demonstration der "Gelbwesten"-Bewegung sind im südfranzösischen Montpellier 21 Teilnehmer festgenommen worden. Bereits vor Beginn der Kundgebung am Samstagmorgen wurden nach vier Menschen vorsorglich in Gewahrsam genommen.

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Erneut haben am Samstag "Gelbwesten" in Frankreich demonstriert. Sie fordern unter anderem bessere Anstellungsbedingungen und ein Ende der Polizeigewalt. (Archivbild)

Erneut haben am Samstag "Gelbwesten" in Frankreich demonstriert. Sie fordern unter anderem bessere Anstellungsbedingungen und ein Ende der Polizeigewalt. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON

Sie waren mit Material ausgestattet, das bei Demonstrationen verbotenen ist, wie die Präfektur von Montpellier mitteilte.

Zunächst verlief die Demonstration mit rund 700 Teilnehmern friedlich. Später schlossen sich aber rund 500 Mitglieder des sogenannten Schwarzen Blocks, die aus Toulouse, Lyon und dem Grossraum Paris angereist waren, dem Protestzug an.

Sie besprühten und beschädigten die Schaufenster mehrerer Geschäfte und einer Bank und steckten einen Abfalleimer in Brand. Einige Demonstranten bewarfen Polizisten mit Pflastersteinen und anderen Steinen.

Tränengas und Wasserwerfer im Einsatz

Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Als Bilanz der Krawalle nannte die Präfektur 21 Festnahmen und vier verletzte Polizisten.

Die "Gelbwesten" hatten Mitte November 2018 ihre landesweiten Proteste gegen den Reformkurs von Staatschef Emmanuel Macron gestartet. Sie eskalierten immer wieder in gewalttätige Konfrontationen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die "Gelbwesten"-Bewegung warf der Polizei wiederholt exzessive Gewaltanwendung vor.

Neue Nahrung lieferten ihrem Protest Macrons Rentenreformpläne. Der Präsident will die mehr als 40 Rentensysteme vereinheitlichen. Die Gewerkschaften fürchten massive Einschnitte für viele Berufsgruppen und machen seit Monaten dagegen mobil.