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WTT Young Leader Award 2019

Am Montag, 16. September, wird der «WTT Young Leader Award» verliehen. Sechs Teams wurden von der Jury für den begehrten Preis nominiert. Die drei Teams aus der Kategorie Marktforschung werden hier vorgestellt.
Erstellt im Auftrag der FHS St.Gallen
WTT Young Leader Award 2018 (pd)

WTT Young Leader Award 2018 (pd)

Die Wissenstransferstelle WTT der Fachhochschule St. Gallen (FHS) bietet Unternehmen und öffentlichen Institutionen entgeltliche Marktforschungen und Managementkonzeptionen für in- und ausländische Märkte an. Wirtschaftsstudierende der FHS St. Gallen realisieren während ihres Studiums drei bis vier dieser Aufträge als sogenannte Praxisprojekte. Sie arbeiten dabei im Team, mit Begleitung von FHS-Dozierenden. Je nach Aufgabenstellung setzen die jungen Leute bis zu 1000 Arbeitsstunden für ihr Projekt ein. Dieses Jahr wurden 45 Projekte erarbeitet. Das bestplatzierte Team erhält den Award Die siebenköpfige Jury, bestehend aus Top-Managern aus der Ostschweiz, nominierte mittels sechs vorgegebener Kriterien drei Gewinner pro Kategorie für den Award. Im Rahmen der Abendveranstaltung vom 16. September stellen die sechs nominierten Teams ihre herausragenden Praxisarbeiten rund 650 geladenen Gästen – aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik – vor und werden für ihre herausragende Leistung geehrt. Dem erstplatzierten Team der jeweiligen Kategorie wird der begehrte Award verliehen. Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist das Award-Referat von Andreas Göldi, Serienunternehmer und Start-up­-Investor. Er wird praxisnah zum Thema «künstliche Intelligenz» erzählen. Die drei nominierten Teams der zweiten Kategorie, Managementkonzeption, werden am ­10. September vorgestellt. (pd)

Die Nominierten aus der Kategorie Marktforschung

Team Energieagentur:

Ambitioniert ans Werk ging das Projektteam für die Energieagentur St. Gallen. Es bewegte viele Immobilienbesitzer zur Teilnahme an seiner Umfrage und stiess Verbesserungen für energetische Sanierungskonzepte an.

Lorenz Neher (rechts) ist stolz auf sein «Energie-Team» (pd)

Lorenz Neher (rechts) ist stolz auf sein «Energie-Team» (pd)

Bis 2050 sollen die CO2-­Emis­sionen auf null. Während andere dafür auf die Strasse ­gehen, engagierten sich fünf FHS-Studierende konkret: «Wir wählten dieses Praxisprojekt aus Überzeugung, um unseren Beitrag zu leisten», sagt der studentische Projektleiter Pllumbardh Kryeziu aus Rebstein. Drei Viertel der 2,3 Millionen Schweizer Gebäude sind Wohnbauten, welche fast die Hälfte der Gesamtenergie und einen Viertel der Treibhausgase verantworten. Mit energetischen Sanierungen halbierte sich der Energieverbrauch bis 2050. Ein Ansatz bietet die Energieagentur St. Gallen durch ihre energetischen Sanierungskonzepte als Förderprogramme für den Kanton. Mit diesen unterstützt sie Gebäudeeigentümer via Energieberater, Architekten, Ingenieure oder Heizungsinstallateure. «Uns fehlte aber die Rückmeldung der Immobilienbesitzer», sagt der Leiter Energieförderung, Lorenz Neher.

Dafür legten sich Pllumbardh Kryezu, Ceylan Toptas (Rorschacherberg), Avni Sulajmani (Rorschach), Amar Redzepi (Heiden), Hajriz Dilaveri (Zuoz) und Arian Gagica (Netstal) ins Zeug. «Der WTT Young Leader Award ist ein Wettbewerb. Das ist wie im Fussball – Leistung zählt», sagt Sulajmani. Neher lobt, wie sich das Team in komplexe Zusammenhänge einarbeitete. Auch FHS-Coach Michael Czarnieck ist stolz: «Die Arbeit wurde professionell nach Kompetenzen aufgeteilt und kein Aufwand gescheut, um ­aussagekräftige Ergebnisse zu liefern.»

«Wegen der knapp bemessenen Zeit planten wir generalstabsmässig», sagt Kryeziu. Für die Umfrage kooperierten sie mit Gemeinden aller Wahlkreise. Um möglichst viele potenzielle Endkunden befragen zu können, suchten sie Zonen, wo in den 80ern und 90ern gebaut und wenig saniert wurde. Die Immobilienbesitzer schrieben sie per Brief an, bestückten ihn mit «Schoggi-Herzen», verlosten SBB-Gutscheine und telefonierten teilweise auch direkt nach. «Wichtig war, die Befragten mit dem Brief zu überzeugen, dass die Teilnahme Gutes bewirkt.» Die Charmeoffensive wirkte, denn bis zu 40 Prozent reagierten. «Eine Glanzleistung» nach Coach Czarniecki. «Die Erkenntnis, dass Heizungsinstallateure eine zentrale Rolle spielen, berücksichtigen wir in der Entwicklung unserer Dienstleistung», sagt Neher. Befolgt werde auch der studentische Rat, die Schulungen für die Energieberater zu überarbeiten. (pd)


Team Leica Geosystems:

Wer in den grossen USA «Business» machen will, muss zuerst herausfinden: Wo lohnt es sich? Eine Marktforschung für Leica Geosystems überzeugt mit Kreativität und detailreicher Analyse.

Matthias Raunhardt, Leica Geosystems, erklärt die Technologie. (pd)

Matthias Raunhardt, Leica Geosystems, erklärt die Technologie. (pd)

Leica Geosystems vereint Spitzentechnologie, Schweizer Präzision und Handwerkskunst. «Wir wollen mit unseren Vermessungstechnologien in neue Marktsegmente vorstossen», erklärt Agata Fischer vom Heerbrugger Hauptsitz. Im Fokus: das amerikanische Bauwesen. Leica entwickelt dafür neue Sensoren, die hochpräzise Bauvermessung – speziell für Renovation und Bauunterhalt – zulassen, gekoppelt mit ausgeklügelter Software, um Daten zusammenzuführen und daraus resultierende Dienstleistungen anzubieten.

«Die USA sind technisch fortschrittlich, haben aber viel marode Infrastruktur – ein interessanter Markt», so Fischer. Doch: Wo sind die Kunden? Wie ansprechen? Welche Gesetze und Regeln spielen mit? Diesen Fragen widmeten sich die Studierenden Thomas Schöb (Uzwil), Franziska Fitzi (St. Gallen) und Vanessa Meyer (Münchwilen) im internationalen Praxisprojekt mit Kollegen der Robert Morris University nahe Pittsburgh. «Amerika ist riesig, die Gesetze von Staat zu Staat unterschiedlich», sagt Projektleiter Schöb. Deshalb stellte sich erst die Frage: Wo lohnt es sich für den Auftraggeber, als erstes im Markt anzusetzen? Die Studierenden untersuchten, wo viel Beton verwendet wird und Erneuerungs­bedarf besteht. «Dafür spricht nicht nur der aktuelle Infrastrukturzustand, auch salzhaltige Küsten, schneereiche oder etwa tornadogeplagte Regionen haben Potenzial», erklärt Fitzi. «Amerikaner legen pragmatisch los, während wir Schweizer uns erst oft in Details verbeissen», weiss Meyer. Die Arbeitsaufteilung war klar: Die US-Studierenden führten Umfragen durch, die Schweizer analysierten und bereiteten die Daten auf.

FHS-Coach Franziska Weis ist von der Kreativität des gemischten Teams begeistert: «Aus den Umfragen leiteten sie typische Kunden ab, charakterisierten sie und zeigten auf, mit welchem Geräte-Set sie überzeugt werden können.» Fischer bestätigt: «Die Ergebnisse könnten von einer professionellen Beratungsfirma sein.» Hilfreich seien ­ auch die Hinweise für die US-­typische Lobbyarbeit: Welche Verbände beeinflussen die Gesetzeslage? «Überrascht hat uns, wie traditionell die Branche in den USA noch tickt», erzählt Fitzi. Die Verarbeitung digitaler Daten sei nicht gängig. Fischer sieht die Chance: «Wir können uns auch in dieser Branche als Pionier positionieren und loyale Kunden aufbauen.» Die Empfehlungen würden sofort umgesetzt. (pd)


Team St. Galler Kantonalbank:

Die mögliche Abschaffung des Eigenmietwerts hat Auswirkungen auf das Bankgeschäft. Die St. Galler Kantonalbank wollte von Studierenden wissen, wie ihre Kunden darauf reagieren.

Im Gespräch mit der Kundin Manuela Inauen. (pd)

Im Gespräch mit der Kundin Manuela Inauen. (pd)

Seit 1934 versteuern Immobilienbesitzer den Eigenmietwert und ziehen Schuldzinsen und Unterhalt ab. In den nationalen Parlamenten wird die Abschaffung dieses Konstrukts verhandelt. «Erwartete Auswirkungen auf unser Geschäft basierten auf Vermutungen und Herleitungen», erzählt Manuela Inauen von der St. Galler Kantonalbank. Die Stimme der Kundschaft fehlte. Mit welchen Kundenreaktionen auf solche Änderungen müsste gerechnet werden? Was sind die Erwartungen an die Bank? Solchen Fragen gingen Pascal Koller (St. Gallen), Matthias Bleiker (Balgach), Adel Fazlic (Altstätten), Yves Grundlehner (St. Margrethen) und Benjamin Hasler (Altstätten) in ihrem Praxisprojekt nach.

«Wir zeigten der SGKB auf, was die Änderungen fürs Geschäftsergebnis bedeuten», erklärt Projektleiter Koller. FHS-Coach Judith Scherzinger unterstützte das Team, welches sich Fragen zu Politik, Steuern und Finanzwesen stellen musste: «Sie sollten zudem herausfinden, wie Kunden allfällige Hypothekenreduktionen zu finanzieren beabsichtigten.» Würde die St. Galler Kantonalbank nur Volumen bei den Hypotheken verlieren oder veränderten sich auch andere Positionen?

«Verwaltungsrat und Geschäftsleitung erwarteten Ergebnisse. Die Arbeit wurde vor Top-­Kadern präsentiert», erzählt Inauen. Die Studierenden dachten sich einen geschickten Plan aus: Sie überzeugten Verkaufsleitung sowie Kundenberater und banden sie bei der Befragung mit ein. So informierten diese die Kunden über die anstehende Umfrage. «Wir schrieben diese darauf ­an und erklärten die Materie in einer Beilage. Um möglichst ­viele Antworten zu bekommen, richteten wir auch eine Hotline ein», so Fazlic. Zudem hätten sie die Aussagen mit Expertenmeinungen ergänzt. «Beim Eigenheim spielen Emotionen mit, nicht nur Zahlen», weiss Hasler. Wenn Unterhalt nicht mehr steuerlich abgezogen werden könne, sei es zudem naheliegend, dass viele noch rasch renovieren wollten. «Wir rieten zur Sofortmassnahme, die Renovations-Hypothek zu überarbeiten.» Weitere Empfehlungen waren Schulungen für Kundenberater und die Lancierung eines Online-Rechners: Wie wirkt sich der Systemwechsel auf die Steuern aus? «Wir werden alle vorgeschlagenen Massnahmen umsetzen, um für die neuen Vorgaben gewappnet zu sein», sagt Inauen. Der Mix aus Online-Werkzeug mit ganzheitlicher persönlicher Kundenberatung passe zur Bankstrategie. (pd)

Die Jury

Klaus Brammertz, CEO Bauwerk Boen Group
René Frei, Leiter Direktion Personelles, Genossenschaft Migros Ostschweiz
Thomas Harring, COO & CFO Leica Geosystems
Sibylle Minder Hochreutener, Prorektorin FHS St. Gallen
Christof Oswald, Head of Human Resources Switzerland Bühler
Bruno Räss, Partner PWC
Sebastian Wörwag, Rektor FHS St. Gallen

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