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Publireportage

«Wir Tessiner sind Genussmenschen»

Wenn immer möglich setzt Christa Rigozzi ihr Generalabonnement  1.Klasse ein und fährt Zug. Nicht nur beruflich als viel beschäftigte Moderatorin und Markenbotschafterin, sondern auch privat, unterwegs zu den schönsten Ausflugszielen.

Artur K. Vogel
Erstellt im Auftrag von SBB AG

Die Krönung liegt schon zwölf Jahre zurück, doch sie ist die erfolgreichste ehemalige Miss Schweiz geblieben. Jeder kennt die Tessinerin mit der blonden Mähne und dem charmanten, italienisch eingefärbten Deutsch, das in lateinischem Tempo aus ihr heraussprudelt. Als Präsentatorin ernsthafter Sendungen wie «Arena/Reporter» am Fernsehen SRF und lockerer wie «Bauer, ledig, sucht …» auf dem Privatsender 3+ oder als Moderatorin von Veranstaltungen ist sie ebenso präsent wie als Werbe- und Markenbotschafterin.
Schulmädchen drücken neugierig ihre Nase an der Fensterscheibe platt und winken ihr zu, als Christa Rigozzi in einem Büro des Zürcher Hauptbahnhofs geschminkt wird. Beim anschliessenden Foto-Shooting an der Limmat bleiben Leute stehen und mustern sie andächtig. Doch im Bahnhof, beim Fotografieren vor einem IC-Zug, beweist sie, dass sie bodenständig und nahbar geblieben ist: Als ein SBB-Arbeiter im leuchtend-orangen Übergewand ein Tablet zückt und um ein Selfie mit ihr bittet, zögert Christa Rigozzi keine Sekunde, legt den Arm um die breiten Schultern des Mannes und wechselt ein paar freundliche Worte mit ihm.

Arbeiten im 1.-Klass-Abteil

In der Bahn fühlt sie sich ohnehin zu Hause: Christa Rigozzi stammt aus «dem schönsten Vorort von Zürich», wie sie augenzwinkernd sagt, aus Monte Carasso bei Bellinzona. Dort lebt sie mit ihrem Mann Giovanni Marchese und den fast zweijährigen Zwillingen Zoe und Alissa in einer eleganten, vor wenigen Jahren erbauten Villa. Zwar beteuert sie, dass «zuerst meine Kinder kommen, erst dann der Job». Doch ist sie beruflich sehr oft unterwegs, um die zehn Mal im Monat. Deshalb erleichtert der Gotthard-Basistunnel ihr Leben wesentlich: «In einer Stunde 36 Minuten bin ich von Bellinzona in Zürich.» Oft nimmt sie den Zug frühmorgens um 6.13 Uhr, frühstückt im SBB-Restaurant, kann dann einen vollen Tag in der Deutschschweiz arbeiten und abends zur Familie zurückkehren. Aus Prinzip bleibe sie «höchstens eine Nacht weg, seit ich Mutter bin». Falls Dreharbeiten länger dauern, begleiten sie ihr Mann und die Töchter. Etwas hat sich allerdings geändert: «Früher, als Studentin in Freiburg und Bern, hatte ich ein Halbtax- und ein Gleis-7-Abo, und ich bin natürlich 2. Klasse gefahren.» Heute hingegen besitzt die studierte ­Kriminologin, Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin ein Generalabonnement 1. Klasse. Der grössere Komfort ist noch nicht einmal der Hauptgrund dafür. In der 1. Klasse kann sie konzentrierter arbeiten, denn die Mitfahrenden sind diskret: «Autogrammstunden wie in der 2. Klasse entfallen.» Das sagt sie nicht bierernst, sondern mit ihrem üblichen Lachen. Übrigens ist «Autogrammstunde» kein aktueller Ausdruck mehr: «Früher waren ­signierte Fotokarten gefragt. Heute macht man Selfies.» Auch über die Schweiz hinaus benutzt sie wenn möglich den Zug und schätzt es, im Herzen der Städte anzukommen statt irgendwo weit draussen auf einem Flughafen. Aber natürlich fährt Christa Rigozzi nicht nur Zug. Sie plädiert vielmehr für eine «intelligente Mobilität», eine pragmatische Kombination von Fahrrad, Auto, Bus, Bahn und Flugzeug, je nach Strecke und Bedürfnis

Wandern und feiern in den Bergen

Die Bahn ist auch eine fahrende Bühne für allerlei skurrile Geschichten. So erzählt Christa Rigozzi, wie sie am 17. Juni während der ersten Halbzeit des WM-Spiels der Schweiz gegen Brasilien noch arbeitete, während der zweiten Halbzeit ins Tessin zurückfuhr, diese auf ihrem Smartphone anschaute und ein paar lautstarke Kommentare nicht unterdrücken konnte. Mitreisende wurden aufmerksam, kamen zu ihr, schauten mit: «Sozusagen ein Public Viewing auf meinem Handy», schmunzelt sie. Am Schluss, als es 1:1 stand, «also praktisch ein Sieg, habe ich geschrien. So war schliesslich der ganze Zug informiert.» Auch viele ihrer Lieblingsorte erreicht sie im Zug: «Ich mag die Berge», sagt sie. Mitte Mai verbrachte die Familie eine Woche in Zermatt, wanderte «soweit das mit zwei kleinen Kindern möglich ist», fuhr mit der Bahn auf den Gornergrat. Auch das Freilichtmuseum Ballenberg bei Brienz ist ein beliebtes Ausflugsziel. Silvester feiert man traditionellerweise in Leukerbad. Und besonders gern erinnert sich Christa Rigozzi an einen mehrtägigen Ausflug im letzten Jahr: Von Bellinzona fuhr die Familie mit dem Panoramazug über den Gotthard nach Flüelen, von dort mit dem Schiff nach Luzern, wo sie im Hotel Schweizerhof übernachtete. Am folgenden Tag mit dem Schiff nach Alpnachstad und mit der Zahnradbahn auf den Pilatus. Dort nochmals Übernachtung und schliesslich Rückkehr ins Tessin.

Jetzt freut sich Christa Rigozzi auf den Herbst. «Nicht wenn er dunkel, grau und kalt ist. Sondern die ­
18 oder 20 Grad warmen, farbenfrohen Tage im Tessin, wenn die Sonne auf die roten und gelben Blätter scheint.» Sie geht dann selber Marroni sammeln, oben im Wald, freut sich auf Rinderschmorbraten, Steinpilze, Kürbis und andere herbstliche Köstlichkeiten. Besondere Erinnerungen wecken Wildgerichte: «Mein Vater war Jagdaufseher.» Dass alles von einem Glas Merlot begleitet wird, ist selbstverständlich; der Wein hat in der Familie Rigozzi Tradition: Der Grossvater besass Weinberge, die er nebenbei bewirtschaftete. Die Grosskinder, Christa und Christian, halfen mit. Christian Rigozzi hat inzwischen seinen Beruf als Informatiker an den Nagel gehängt und voll auf den Weinbau gesetzt. Mit beträchtlichem Erfolg, denn sein Weingut Cantina I Fracc hat schon etwelche Preise eingeheimst, wie Christa Rigozzi stolz vermerkt.

Überhaupt das Essen und Trinken: «Wir Tessiner sind Genussmenschen, die Deutschschweizer sind Workaholics», stellt Christa Rigozzi fest – sie, die selber beides ist. Dass sie viel arbeitet, ist offensichtlich. Der Genuss jedoch hat bei ihr keine Spuren hinterlassen, und darum könnte man sie beneiden.

Unterwegs mit der Bahn

Dank dem Öffentlichen Verkehr profitieren Reisende und Ausflügler von vorteilhaften Angeboten: Tagesausflüge, Veranstaltungen oder Gruppenreisen mit rabattierten RailAway-Kombis oder ganz einfach Bahnfahrten im In- und Ausland. Übrigens: Gönnen Sie sich doch, wie Christa Rigozzi, zwischendurch erstklassigen Komfort: In der 1. Klasse haben Sie noch mehr Beinfreiheit und mehr Platz für Ihr Gepäck.
sbb.ch/freizeit

Kulinarische Reise in den Süden

Der Autunno gastronomico Lago Maggiore e Valli, dessen Besuch Christa Rigozzi empfiehlt, findet seit 11. September und noch bis 21. Oktober statt. Mehr als fünfzig Restaurants machen mit, vom familiären Grotto bis zum Gastro-Tempel. Alle bieten traditionelle, zum Teil kreativ abgewandelte Menüs aus lokalen Saisonprodukten an: Wild, Brasato, Polenta, Risotto, Kastanien, Brottorten und so weiter. Eine bessere Gelegenheit, die kulinarischen Genüsse des Tessins kennenzulernen, bietet sich kaum.
ascona-locarno.com/gastronomy

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