Kampf gegen Flammen

Waldbrand bei Visp: 300 Feuerwehrleute und 7 Helikopter im Einsatz

Bei Visp im Oberwallis ist am Dienstag ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer begann um 15.30 Uhr in einem Karosseriebetrieb und griff auf den Wald über. Zehn Helikopter und 350 Feuerwehrleute bekämpften das Feuer, das auf rund 100 Hektaren wütete.

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Brennender Berg in Visp: Ein Feuer in einem Karosseriewerk hat den Waldbrand ausgelöst. keystone

Brennender Berg in Visp: Ein Feuer in einem Karosseriewerk hat den Waldbrand ausgelöst. keystone

Bis zur Dämmerung gelang es der Feuerwehr, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Trockenheit und der starke Wind erschwerten die Arbeit der Einsatzkräfte allerdings weiterhin, hiess es vor den Medien in Lalden VS. Da sich in Windrichtung aber keine Häuser befinden, musste niemand evakuiert werden.

Waldbrand oberhalb von Visp: Feuerwehr hat den Brand unter Kontrolle
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Mehrere Helikopter helfen bei der Bekämpfung des Waldbrandes in Visp

Waldbrand oberhalb von Visp: Feuerwehr hat den Brand unter Kontrolle

Keystone

Um 21 Uhr mussten die Helikopter ihre Löschflüge bis am frühen Mittwochmorgen unterbrechen. Während der Nacht setzten die Feuerwehrleute den Kampf gegen die Flammen am Boden fort. Sie wurden von 120 Armeeangehörigen unterstützt.

Starker Rauch

Den Brand im Karosseriebetrieb am östlichen Rand von Visp hatten die Einsatzkräfte innert weniger Minuten unter Kontrolle gebracht. Der Wald jedoch brannte lichterloh, es gab eine enorme, kilometerweit sichtbare Rauchentwicklung.

Die Flammen loderten an der Südflanke des Berges zwischen Visp und Eyholz. Ein heftiger Wind trieb sie weiter bergauf. Gegen die Flammen kämpften die Feuerwehren von Visp, des dortigen Industriebetriebs Lonza sowie mehrerer umliegender Orte.

Die Schweizer Armee beorderte zwei Super Puma-Helikopter nach Visp. Daneben kam ein Super Puma einer privaten Firma zum Einsatz. Dazu kamen fünf Helikopter der Air Zermatt und zwei von Air Glacier.

Türen und Fenster schliessen

Die Gemeindebehörden von Visp riefen die Bevölkerung dazu auf, so wenig Wasser wie möglich zu brauchen. Denn die Bekämpfung des Waldbrandes erforderte grosse Mengen an Wasser. Die Trinkwasserversorgung bleibe aber gewährleistet, versicherte Gemeindepräsident René Imoberdorf.

Die Hauptstrasse zwischen Visp und wurde wegen des Waldbrandes gesperrt.