Prozess in Zofingen

Mit 107 km/h im Wohnquartier geblitzt – Raser (20) fuhr trotz Billett-Entzug weiter

Mit seinem Alfa Romeo raste ein heute 20-jähriger Italiener durch ein Wohnquartier in Rothrist. Das war aber noch nicht alles. Nun ist der Verkehrsrowdy verurteilt worden.

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Der Junglenker wurde in einem Wohnquartier geblitzt. (Symbolbild)

Der Junglenker wurde in einem Wohnquartier geblitzt. (Symbolbild)

Toni Widmer

Die Beamten der Regionalpolizei Zofingen staunten wohl nicht schlecht: Bei einer Kontrolle am 11. Dezember 2015 in einem Wohnquartier in Rothrist blitzten sie einen Alfa Romeo, der mit nicht weniger als 107 Stundenkilometern unterwegs war.

Wenig später nahmen Polizisten dem Raser den Führerausweis ab. Es handelte sich um Stefano S., einen damals 19-jährigen Italiener, wie der "Blick" berichtet. Zudem wurde das Auto des Neulenkers beschlagnahmt. Das ist dank einer Gesetzesverschärfung seit 2013 möglich.

Nichtsdestotrotz setzte sich der junge Automechaniker erneut ans Steuer. Zwei Tage später fuhr er auf dem öffentlichen Vorplatz seines Arbeitgebers herum. Beim Prozess vor dem Bezirksgericht Zofingen versuchte er es mit einer altbekannten Ausrede: «Ich habe nicht gewusst, dass man dort nicht fahren darf.»

Haftstrafe auf Bewährung

Der Staatsanwalt forderte 20 Monate bedingt, bei einer Probezeit von vier Jahren. Das Gericht folgte seinem Antrag und sprach zudem eine Busse von 3600 Franken aus. Der Alfa Romeo wird verkauft. Der Erlös wird den Verfahrenskosten angerechnet.

Ans Steuer wird sich der junge Italiener nicht so schnell wieder setzen dürfen. Bei der verkehrspsychologischen Prüfung ist er durchgefallen. (pz)