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Mehrfamilienhaus in Uttwil brannte lichterloh

Am frühen Freitagmorgen ist im Dachstock eines Gebäudes ein Feuer ausgebrochen. Insgesamt rückten 120 Feuerwehrleute aus. Gemäss erster Erkenntnisse beläuft sich der Schaden auf mehrere 100000 Franken.
Valentina Thurnherr
Die Feuerwehr kämpfte über mehrere Stunden gegen den Brand. (Bild: Kapo Thurgau)

Die Feuerwehr kämpfte über mehrere Stunden gegen den Brand. (Bild: Kapo Thurgau)

«Um 2.16 Uhr wurden wir alarmiert und rückten sofort aus», sagt Stephan Good, Präsident des Feuerwehrzweckverbandes Dozwil-Kesswil-Uttwil. «Innerhalb weniger Minuten waren wir vor Ort und trafen erste Massnahmen». Sie hätten schnell festgestellt, dass der Brand hauptsächlich im Dachstock wütete, weshalb sie die Stützpunkte Romanshorn und Amriswil alarmierten. «Die Romanshorner haben eine Autodrehleiter und die Amriswiler ein Hubrettungsfahrzeug, mit beiden konnten wir das Feuer von oben bekämpfen.»

Später traf auch noch der Fachbereich Atemschutz der Feuerwehr Arbon ein. «Unsere Wache hat schlicht zu wenige Personen und wir wussten es würde ein langer Einsatz werden», sagt Good. «Die körperliche Belastung war sehr gross. Der Brand war im Innern des Gebäudes, weshalb wir die Fassade öffnen mussten, damit wir an den Brandherd gelangen.»

Grosseinsatz für Feuerwehr und Polizei

Insgesamt rückten 120 Feuerwehrleute aus. Von Romanshorn und Amriswil waren je 30, von Arbon 20 und von Uttwil 40 Leute im Einsatz. Sie waren bis in die frühen Morgenstunden an der Arbeit. Um halb acht stieg immer noch Rauch vom Gebäude auf. Die Feuerwehrleute waren um 10.15 Uhr immer noch vor Ort, kontrollierten das Haus auf allfällige weitere Brandgefahren und löschten die letzte Glut. «Verletzt wurde zum Glück niemand», sagt Stephan Good. Das Gebäude werde zurzeit umgebaut, weshalb sich keine Personen im Innern befanden. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass die Knaller, die viele Nachbarn aus dem Schlaf rissen, von Gasflaschen stammten, die für den Bau genutzt wurden.

Nachdem das Gebäude gesichert war, begannen die Abklärungen durch den Kriminaltechnischen- und den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Thurgau sowie eines Elektrosachverständigers. Gemäss erster Ermittlungen beläuft sich der Sachschaden auf mehrere 100000 Franken. Die Untersuchung durch die Polizei kann bis zu einer Woche dauern. «Zurzeit liegen noch keine Angaben zur Ursache des Brandes vor», sagte Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, gestern.

Ein Schock für die Nachbarn

«Wir schlafen im Sommer mit offenen Fenstern», sagt eine Nachbarin. «Ich hörte ein Knistern und es roch nach Verbranntem.» Erst habe sie gedacht es wäre ihr Sohn, der noch mit Freunden im Garten ein Feuer gemacht habe. «Dann sah ich das Blaulicht und von unten kamen Stimmen die irgendwelche Befehle riefen.» Sie sei daraufhin nach unten gegangen und habe gesehen, dass die Feuerwehr bereits vor Ort war und vom Dachstock des Mehrfamilienhauses Rauch aufstieg. «Ich habe sofort meinen Mann geweckt, der ebenfalls bei der Feuerwehr ist.» Als sie das nächste Mal hinaussah, stand das Gebäude in Flammen. «Das ging unheimlich schnell. Mein Mann ist dann gleich ausgerückt und kam erst um halb acht wieder nach Hause.» Die Situation sei sehr beängstigend gewesen. «Wir befürchteten es würden Funken fliegen und die umliegenden Häuser dadurch ebenfalls in Brand gesetzt.» Um etwa 3.45 Uhr habe die Polizei bei ihnen geklingelt. «Sie haben uns gefragt, ob wir irgendetwas oder jemanden in der Nähe des Gebäudes gesehen hätten.» Niemandem sei etwas aufgefallen.

Eine andere Nachbarin hat als eine der ersten die Polizei alarmiert. «So etwas sieht man normalerweise nur in Videos oder liest es in der Zeitung», sagt sie. «Es dann hautnah mit zu erleben ist ein Schock.»

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