Persönlich

Pizzagate: Wahlsonntag ad absurdum

Lea Meister
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Wahlsonntag in a nutshell oder: Die Überreste eines müden, aber satten Onlineteams.

Wahlsonntag in a nutshell oder: Die Überreste eines müden, aber satten Onlineteams.

Lea Meister

Manche Geschichten glaubt einem kein Mensch. Ich bin definitiv ein Magnet für solche Anekdoten, aber am Basler Wahlsonntag habe ich den Vogel abgeschossen.

«Pizza für alle» hiess der Wunsch aller Redaktorinnen und Redaktoren, die am Abend noch im Einsatz standen. Ich kümmerte mich sehr hungrig um die Bestellung. Als der Warenkorb gefüllt war, habe ich ausgecheckt – zack, sogar die Adresse hat’s dank Ortungsdiensten direkt eingetragen, ich musste nichts machen. «Bestellen» gedrückt und ab die Post.

Eine gute Stunde später die Frage: «Wo bleiben die Pizzen?» Ich versuche, nachzuverfolgen, wo sich die Bestellung befindet und dann seh’ ich es: Die Adresse ist falsch. Ich möchte wissen, wie es dazu kommt und google die Adresse. Das Resultat hat mich regelrecht vom Stuhl geworfen (ja, es gibt ein Foto von mir, wie ich lachend auf dem Boden sitze): Untersuchungsgefängnis.

Ich habe also acht Pizzen und Getränke aller Art ins Untersuchungsgefängnis bestellt. Halb so schlimm, schliesslich arbeiten wir direkt ums Eck. Das anschliessende Telefonat mit dem Lieferdienst war nicht nur für die Person am anderen Ende unterhaltsam, die verzweifelt versucht hat, beim Untersuchungsgefängnis zu klingeln. Wir haben Tränen gelacht in der Redaktion.

Und ja, die Pizza kam schliesslich noch am richtigen Ort an. Kalt - aber so viel gelacht habe ich bei der Arbeit noch nie.