Kritik
Bahnanschluss an den Euro-Airport: Die Mitte Basel-Stadt zeigt sich erstaunt über die Opposition des VCS

Die Basler Mitte-Partei kritisiert die Äusserungen rot-grüner Parteien und des VCS zum geplanten Bahnanschluss an den Euro-Airport.

Lea Meister 3 Kommentare
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Grafik zum Bahnanschluss des Euro-Airports. Eingezeichnet ist die Linienführung und das neue Empfangsgebäude.

Grafik zum Bahnanschluss des Euro-Airports. Eingezeichnet ist die Linienführung und das neue Empfangsgebäude.

zVg

In einer Medienmitteilung vom Donnerstag tut Die Mitte Basel-Stadt ihr Erstaunen über die jüngsten Wortmeldungen rund um die Diskussion über den Bahnanschluss an den Euro-Airport kund. Sie meint damit spezifisch das Communiqué des VCS vom 9. November, welches auch von den Grünen beider Basel und der Baselbieter SP unterzeichnet worden ist. «Mit Blick auf die Klimakrise und die lärmbelasteten Anwohnenden wäre jetzt eine gute Gelegenheit, um dieses Ausbauprojekt für den EAP noch zu stoppen», hiess es in der erwähnten Mitteilung.

«Ein gut erreichbarer Flughafen mit attraktiven Angeboten an Verbindungen ist unabdingbar für eine pulsierende Wirtschaftsregion», so Die Mitte. Der Bahnausbau soll primär dazu führen, dass mindestens ein Drittel derjenigen Personen, die heute mit dem Auto oder Bus zum Flughafen anreisten, die Möglichkeit erhalten, auf eine Zugverbindung auszuweichen. Dies würde den Strassenverkehr massiv entlasten. Die Region sei auf «eine effiziente Erreichbarkeit für Menschen und Güter» angewiesen.

Ökologische und sinnvolle Anbindung des Flughafens.

Die Parteien, die das Schreiben vom 21. November unterzeichnet haben, hätten «wieder einmal bewiesen, dass sie ihre ideologischen und wirtschaftsfremden Weltanschauungen stärker gewichten, als die zahlreichen Arbeitsplätze in der Region», schreibt Die Mitte. Man werde sich weiterhin für eine ökologische und sinnvolle Anbindung des Flughafens einsetzen, schreibt die Partei in ihrer Mitteilung weiter.

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Thomas Zweidler

Natürlich gibt es Widerstand. Das mit dem Flugzeug-Zug ist nicht ganz sauber. Denn ein Zug kann wesentlich mehr Passagiere zu den Flugzeugen bringen. Und kommt die Sache erst mal ins Rollen, wird der Passagierstrom nicht mehr abreissen. Die Umweltzug-Reisenden  setzten sich dann mit Kind und Kegel ins Flugi - Kapazitätserhöhungen von 50 - 60 % sind möglich. Und dann: Voller Schub, volles Rohr, Vollgas über Basel und Region, Volllärm über uns alle. Und dies am besten rund um die Uhr. Liebe "Die Mitte" - so geht Klimarettung nicht, weiter so wie bisher geht nicht. Mehr und mehr bis zum Geht nicht mehr.... Umdenken - am besten ohne Tonnenweise Kerosin und Lärm für die Menschen, Tiere und Umwelt in F, D und CH....

Heinz Müller

Nur weil ein Zug an den Flughaffen fährt fliegt doch niemand in der Welt herum. Wer fliegen will, fährt mit den verfügbaren Verkehrsmitteln dahin. Ob mit Zug, PW, Bus  oder Taxi. Und wenn es einen Zug gibt, nimmt ein vernünftiger Mensch den, denn der ist das günstigste und mit Sicherheit das schnellste Verkehrsmittel. Das Argument des Mehrverkehrs sticht nicht, denn sonst könnte man ja alle Zugverbindungen streichen und schon hätten wir keinen Verkehr mehr.

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