Kommentar
Die Parkraumbewirtschaftung ist in Allschwil überfällig

59,5 Prozent der Allschwiler Stimmberechtigten wollen eine Parkraumbewirtschaftung. Die Beispiele der umliegenden Speckgürtel-Gemeinden zeigen: An diesem Entscheid führte kein Weg vorbei.

Tomasz Sikora
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Die Tage der weissen Zone in Allschwil sind gezählt.

Die Tage der weissen Zone in Allschwil sind gezählt.

Nicole Nars-Zimmer

Es ist erstaunlich: Während die Vorlage zur Parkraumbewirtschaftung im Allschwiler Einwohnerrat keine einzige Gegenstimme erfuhr, konnte das Referendumskomitee um CVP-Landrat Felix Keller beachtliche 40,5 Prozent der Allschwiler Stimmberechtigten von einer Ablehnung überzeugen. Die Gegner argumentierten damit, dass sich der Parkierdruck auf das stadtnahe Neu-Allschwil konzentriert, dass der Zubringerdienst Parktouristen ebenso gut fernhalte und dass die Kosten einer Parkraumbewirtschaftung zu hoch seien.

All diese Argumente vermögen bei einer nüchternen Analyse nicht zu überzeugen. Es ist zwar richtig, dass sich der Parkierdruck auf die stadtnahen Quartiere konzentriert. Das Allschwiler Stimmvolk hat sich aber erst vor wenigen Jahren gegen eine nicht flächendeckende Parkraumbewirtschaftung ausgesprochen. Ausserdem wird in der Regel im schwächsten Parkregime einer Region am meisten parkiert – die Parktouristen wären also höchstwahrscheinlich einfach ausgewichen.

Ausserdem widersprechen sich die beiden weiteren Argumente: Wer Zubringerdienste konsequent durchsetzen will, muss ein Kontrollregime aufrechterhalten, welches kaum weniger aufwendig ist als bei einer Parkraumbewirtschaftung. Die Beispiele der umliegenden Speckgürtel-Gemeinden zeigen: An einer Parkraumbewirtschaftung führt kein Weg vorbei.

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Angelo Rizzi

In vielen Quartierstrassen, wie zB der Grünfeldstrasse in Neu-Allschwil wo ich wohne, gab es bisher gar keine aufgemalten Parkfelder. Führte dazu, dass Autos dicht an dicht, lückenlos hintereinander parkierten. Mit der Parkraumbewirtschaftung dürften wohl einige Parkplätze wegfallen. Suchverkehr durch Grenzgänger waren bisher selten das Problem. Eher von Anwohner aus den umliegenden Quartierstrassen wie etwa dem Baselmattweg oder dem Langmattweg. Mit der Parkraumbewirtschaftung dürfte zumindest dieser Suchverkehr wegfallen, was doch angesichts der Tatsache, dass wir am Ende unserer Strasse einen Kindergarten haben, eine gute Sache ist.

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