Absage

Das Basel Tattoo findet in diesem Jahr auch nicht in der St. Jakobshalle statt

Das «Save the Basel Tattoo», das im November in der St. Jakobshalle hätte stattfinden sollen, muss abgesagt werden. Ausschlaggebend für diesen Entscheid seien die Unsicherheiten im Rahmen des Bewilligungsverfahrens sowie die anhaltenden internationalen Reise- und Quarantänebestimmungen.

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Die Organisatoren haben Mut bewiesen und wollte das Basel Tattoo aus eigener Kraft retten. Nun müssen auch sie sich geschlagen geben. (Symbolbild)

Die Organisatoren haben Mut bewiesen und wollte das Basel Tattoo aus eigener Kraft retten. Nun müssen auch sie sich geschlagen geben. (Symbolbild)

Martin Toengi

In diesem Jahr wird es kein Basel Tattoo geben, wie die Basel Tattoo Productions GmbH am Dienstagmorgen mitteilt. Das «Save the Basel Tattoo» hätte vom 20. bis 28. November 2020 in der St. Jakobshalle Basel statt sollen.

Vor wenigen Wochen haben die Verantwortlichen des «Save the Basel Tattoo» die bekanntgegebenen Lockerungen für Grossveranstaltungen durch den Bundesrat mit Freude zur Kenntnis genommen. Die Unterstützung der Partner und Sponsoren war sichergestellt und das Konzept zur Umsetzung der Corona-Schutzmassnahmen aufgegleist, heisst es weiter. 25‘000 der ursprünglich für das Basel Tattoo im Sommer verkauften Tickets konnten auf die Veranstaltung im November umgebucht werden.

Doch die andauernden Unsicherheiten im Zusammenhang mit Grossveranstaltungen hätten die Organisatoren die Frage gestellt, ob eine erfolgreiche Durchführung des Anlasses überhaupt möglich ist. Massgebend dafür, dass sich die Organisatoren jetzt entschieden hat, das «Save the Basel Tattoo» abzusagen sind im Wesentlichen folgende zwei Gründe.

Das Bewilligungsverfahren und die internationalen Reisebeschränkungen

Das Bewilligungsverfahren durch den Kanton Basel-Landschaft könne frühestens diese Woche gestartet werden, da der Entscheid des Regierungsrats über die kantonalen Vorgaben erst auf diesen Termin angesetzt ist. Schwerwiegender sei jedoch die Tatsache, dass eine bereits erteilte Bewilligung, je nach Entwicklung und Beurteilung der epidemiologischen Lage sowie je nach Kapazitäten der Contact Tracer des Kantons, dem Veranstalter jederzeit wieder entzogen werden kann. Das unternehmerische Risiko bleibt jedoch bei den Eventorganisatoren, womit diese einer gewissen Willkür und Planungsunsicherheit ausgesetzt sind.

Die internationalen Reisebeschränkungen und die damit verbundenen Quarantänebestimmungen bei der Einreise in die Schweiz sowie bei der Rückreise in das jeweilige Herkunftsland ändern zurzeit wöchentlich. Bands aus England und Schottland müssten zum Beispiel nach aktuellem Stand bei ihrer Rückkehr für zwei Wochen in Quarantäne. Mitwirkende aus anderen Ländern dürften je nach Entwicklung der Lage nicht in die Schweiz einreisen.

Mit der Rettungsaktion «Save the Basel Tattoo» wollten sie versuchen, den wirtschaftlichen Schaden zu reduzieren, um dabei nicht die Unterstützung von Bund und Kanton beanspruchen zu müssen. «Nun wurden wir quasi auf der Zielgeraden ausgebremst. Dies trifft uns wirtschaftlich und emotional unglaublich stark», sagt Produzent Erik Julliard. «Die aktuellen Bedingungen verunmöglichen es uns jetzt, weiter zu fahren. Was gestern noch gültig war, ist heute bereits anders.»

Ausblick auf die nächste Ausgabe das Basel Tattoo

Die Tickets des «Save the Basel Tattoo» behalten laut den Organisatoren ihre Gültigkeit und werden auf das Basel Tattoo 2021 umgebucht, welches vom 16. bis 24. Juli auf dem Kasernenareal Basel stattfindet. Die Kundinnen und Kunden werden über das Vorgehen schriftlich informiert.