Kommentar

Wo bleiben die Bürgerlichen?

Hans-Martin Jermann
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Die Veranstalterszene kämpft um das nackte Überleben.

Die Veranstalterszene kämpft um das nackte Überleben.

Kenneth Nars

Im Umfeld der Kultur- und Messestadt Basel existiert im Landkanton eine lebendige Veranstalterszene. In Aesch hat einer der schweizweit grössten Player seinen Sitz. Wegen Corona kämpft diese Branche derzeit ums Überleben, nirgends sind die pandemiebedingten Ausfälle höher. Doch wer eilt diesen hilfesuchenden Firmen zur Hilfe? An vorderster Front engagieren sich nicht etwa Politiker der klassischen Wirtschaftsparteien, sondern Linke und Grüne.

Nicht zum ersten Mal in der Krise: Bei der kantonalen Geschäftsmieten-Vorlage etwa sahen die Wirte den Chef der Baselbieter SP für ihre Interessen kämpfen. Dasselbe nun bei den Veranstaltern. Das sind im Übrigen keine schlappen Subventionsempfänger, sondern in der Mehrzahl marktwirtschaftlich denkende, innovative Köpfe.

Dass sich für ihre Anliegen in Bern nun Grüne einsetzen, dürfte den einen oder anderen dieser Vorzeige- Unternehmer erstaunen. Zu denken geben müsste dies indes den selbst ernannten KMU-Vertretern in der Politik: In der epochalen Coronakrise sind einige gerade daran, einen wichtigen Teil ihrer Klientel zu vergraulen.