Wildtiere
Ziegenrisse in Lauwil: Es war tatsächlich ein Wolf

Was bislang eine Vermutung war, ist jetzt durch DNA-Analysen der Universität Lausanne belegt: Am 18. November war es ein Wolf, der in Lauwil sieben Hausziegen riss.

Michel Ecklin
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Bereits Anfang Dezember geriet in Nunningen im Schwarzbubenland ein Wolf in eine Fotofalle.

Bereits Anfang Dezember geriet in Nunningen im Schwarzbubenland ein Wolf in eine Fotofalle.

zvg

Am 18. November wurden in Lauwil sieben Hausziegen gerissen. Sofort kam der Verdacht auf, dass ein Wolf dies getan haben könnte – aber ganz sicher konnte man nicht sein.

Jetzt bestätigen DNA-Analysen: Es war tatsächlich ein Wolf, der in Lauwil zubiss. Das zeigen Untersuchungen des zuständigen Labors der Universität Lausanne, wie das Amt für Wald beider Basel mitteilt.

Unklar bleibt, ob es sich beim Wolf, der in Lauwil zugeschlagen hat, um dasselbe Tier handelt, das vier Tage später in Zeglingen fotografiert worden ist, wie das Amt weiter schreibt. Die Stiftung Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz (Kora) hatte die Sichtung offiziell bestätigt.

Sichtungen soll man dem Kanton melden

Es war das erste Mal, dass ein Wolf im Baselbiet zweifelsfrei festgestellt wurde. Der Riss in Lauwil, der jetzt ebenfalls bestätigt worden ist, fand allerdings vorher statt und ist daher wohl als erstes Auftauchen des Wolfs im Kanton zu werten.

«Da Wölfe in kurzer Zeit weite Distanzen zurücklegen können, ist zurzeit unklar, ob sich der Wolf nach wie vor im Baselbiet aufhält oder bereits weitergezogen ist», schreibt der Kanton. Aktuell würden schweizweit zwischen 130 und 150 Wölfe leben. «Es ist jederzeit damit zu rechnen, dass Einzeltiere in den Kanton Basel-Landschaft einwandern.»

Der Kanton bittet die Bevölkerung, verlässliche Beobachtungen einer Wolfspräsenz dem Amt für Wald zu melden, oder allenfalls der Polizei. Das Amt berät zudem Herdentierhalter.

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