Liestal
Wachsende Zahl von Sozialhilfeempfängern im Kanton Baselland

Im Jahr 2014 stieg die Zahl der Sozialhilfefälle im Kanton Baselland um 4,9 Prozent, wie das Statistische Amt am Mittwoch mitteilte. Die Anzahl unterstützter Personen stieg um 373 Fälle. Seit 2008 steigen diese Zahlen im Kanton kontinuierlich.

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Die Anzahl der Sozialhilfeempfänger im Kanton Baselland stieg im letzten Jahr an. (Symbolbild)

Die Anzahl der Sozialhilfeempfänger im Kanton Baselland stieg im letzten Jahr an. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/ROBERTO PFEIL

Im Kanton Baselland sind immer mehr Menschen auf die Unterstützung durch die öffentliche Hand angewiesen. 2014 stieg die Zahl der Sozialhilfefälle um 4,9 Prozent auf 4568. Unterstützt wurden im vergangenen Jahr insgesamt 7572 Personen. Das sind 373 mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Sozialhilfebezüger sei damit 2014 zum sechsten Mal in Folge angestiegen, teilte das Statistische Amt des Kantons Baselland am Mittwoch mit. Zum ersten Mal wurde im vergangenen Jahr auch der Höchstwert von 2006 übertroffen. Damals waren 7405 Personen unterstützt worden.

Die Sozialhilfequote stieg im vergangenen Jahr im Baselbiet von 2,6 auf 2,7 Prozent. Sie liegt damit weiterhin deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt, der sich 2013 auf 3,2 Prozent belaufen hatte. Der Wert für 2014 wird erst im Dezember veröffentlicht.

Von den fünf Baselbieter Bezirken weist Liestal mit 4 Prozent die höchste Sozialhilfequote auf. Am tiefsten ist die Quote mit 1,5 Prozent im Bezirk Sissach. In den Bezirken Arlesheim und Waldenburg sind im vergangenen Jahr 2,7 von 100 Personen mindestens einmal von der Sozialhilfe unterstützt worden und im Bezirk Laufen 2,3 Personen.

Der Nettoaufwand für die Sozialhilfe steigt im Kanton Baselland seit 2008 kontinuierlich an. 2014 wurde mit knapp 60 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 5,5 Prozent verzeichnet. Pro Einwohnerin und Einwohner mussten im Kantonsdurchschnitt 212 Franken aufgewendet werden, 9 Franken mehr als 2013.

Die durchschnittliche Bezugsdauer erhöhte sich nach Angaben des Statistischen Amts von 18,5 auf 20 Monate. Gut die Hälfte der Fälle konnte jedoch innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Am längsten auf finanzielle Hilfe angewiesen sind Alleinerziehende, die im Schnitt rund zwei Jahre unterstützt werden müssten.

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